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Zebrafink

Allgemeines

Zebrafinken gehören zur Familie der Prachtfinken. Es gibt zwei Unterarten: Den Timor-Zebrafink, der auf den kleinen Sunda-Inseln lebt und den Australischen Prachtfink, der, wie der Name schon sagt, die Grassteppen Australiens besiedelt.
Mittlerweile sind die Zebrafinken sehr beliebte Heimvögel, die meist vom Australischen Prachtfink abstammen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile keine Wildfänge mehr und alle in Europa erhältlichen Zebrafinken stammen aus Zuchten. Der natürliche Bestand ist gesichert und somit benötigt man für die Haltung von Zebrafinken keine amtlichen Papiere.
Zebrafinken sind sehr kommunikativ und „unterhalten“ sich gerne untereinander. Sie sind allerdings nicht so laut wie zum Beispiel Kanarienvögel.
Zebrafinken werden in der Regel nicht zahm, sondern sind eher Vögel zum Beobachten. Daher sind sie für jüngere Kinder nicht geeignet.

Name und Aussehen

Seinen Namen verdankt der Zebrafink seiner auffälligen Zeichnung an Kinn, Hals und Kehle, die an ein Zebra erinnert. Sein wissenschaftlicher Name lautet Taeniopygia guttata.
Die ursprüngliche Farbe der Zebrafinken ist grau mit hellem Unterbauch. Diese Farbe gibt es auch heute noch. Darüberhinaus wurden mittlerweile zahlreiche Farbschläge gezüchtet, wobei das jeweilige Farbmerkmal manchmal nur auf bestimmte Körperteile zutrifft. Beliebte Farbschläge sind zum Beispiel weiß, creme, schimmel, Rotbrust, Schwarzbrust und Pinguin. Die Männchen sind meist etwas kräftiger gefärbt als die Weibchen.
Der Schnabel des Zebrafinken ist entweder rot oder gelb.

Größe und Alter

Der Zebrafink wird bis zu 12,5 Zentimeter lang und rund 12 Gramm schwer.
In Gefangenschaft können Zebrafinken bis zu 10 Jahre alt werden.

Ernährung

Die Grundlage in der Ernährung von Zebrafinken bildet Körnerfutter. Es gibt fertige Prachtfinken-Mischungen im Handel, die gut geeignet sind, weil die Körner darin besonders klein sind.
Sehr beliebt ist bei Zebrafinken Hirse. Kolbenhirse kann im Strang im Käfig aufgehängt werden. Hirse kann aber auch ein oder zwei Tage in Wasser eingelegt und dann als Keimfutter an die Vögel verfüttert werden.
Ergänzend sollte zum Körnerfutter Frischfutter in Form von Obst, Gemüse und Kräutern angeboten werden. Gut geeignet ist unter anderem Apfel, Birne, Banane, Mango, Erdbeeren, kernlose Weintrauben, Gurke, Paprika, geraspelte Karotte, Feld- und Endiviensalat, Schnittlauch, Kresse und Petersilie.
Im Frühling und Sommer können Sie auch Wildkräuter- und gräser selbst von unbehandelten und sauberen Wiesen pflücken. Löwenzahn, Gänseblümchen und Vogelmiere werden zum Beispiel gerne von den Zebrafinken gefressen.
Um den Kalkbedarf der Zebrafinken abzudecken, sollte hin und wieder Sepiaschale, oder abgekochte, zerstoßene Eierschale in den Käfig gelegt werden. Wenn die Vögel dies nicht annehmen, kann man auch spezielle Ergänzungsmittel im Handel kaufen.

Käfig/Voliere

Wie alle Vogelarten brauchen Zebrafinken Platz, um sich zu bewegen und auch ein wenig zu fliegen. Daher kann die Zebrafinken-Behausung nie zu groß sein. Die Mindestmaße für ein Pärchen liegen bei 1,00 m x 0,70 m x 70 m (LBH). Im Handel gibt es eine fast unbegrenzte Auswahl an Vogelkäfigen. Achten Sie beim Kauf bitte darauf, dass die Gitterstangen höchstens 2 cm Abstand haben, dass die Gitterstäbe dunkel sind und dass der Käfig nicht rund ist. Sie können auch eine Voliere selbst bauen, so können Sie sie individuell Ihren Raumverhältnissen und den Bedürfnissen Ihrer Vögel anpassen. Zahlreiche Anleitungen von Zebrafinken-Haltern gibt es im Internet.
Der geeignete Standort für die Voliere ist ein heller, ruhiger Ort ohne direkte Heizungs- oder Zugluft. Zu laute Musik und Zigarettenrauch ist nichts für die Zebrafinken, ein wenig Leben um sich herum mögen sie jedoch recht gerne.
Als Bodenbelag im Käfig eignet sich Vogelsand oder Buchenholzgranulat. Als Sitzstangen eignen sich am Besten stabile Äste von unbehandelten und gesäuberten Obstbäumen wie zum Beispiel Apfelbaum, Birnbaum oder auch dem Haselnussstrauch. Alle paar Wochen müssen die Äste gewechselt werden, um Milbenbefall vorzubeugen. Weitere Sitzgelegenheiten können Sie durch Schaukeln oder Leitern schaffen, die sehr beliebt bei den Vögeln sind.
Zebrafinken mögen Wasser, daher freuen sie sich über ein kleines Badehäuschen, dass täglich mit frischem Wasser gefüllt wird. Als Schlafhäuschen können Sie zum Beispiel eine ausgehöhlte Kokosnussschale anbieten oder auch kleine Holzhäuschen.
Einmal pro Woche sollte der Käfig mit warmem Wasser gereinigt werden.
Ob man Zebrafinken Freiflug gewähren sollte, ist umstritten. Da sie in der Regel nicht sehr zutraulich werden, ist es mitunter schwierig, sie wieder in den Käfig zurückzubekommen. Andererseits berichten viele Halter davon, dass die Zebrafinken den Freiflug sehr genießen und dann auch wieder in den Käfig zurückkommen. Ein guter Tipp ist es, den Vögeln vorher nichts zu fressen zu geben, so lockt das Futter sie nach dem Freiflug in den Käfig zurück.

Vergesellschaftung

Zebrafinken sind Schwarmvögel und sollten niemals alleine gehalten werden. Gut verträgt sich meist ein Pärchen von Männchen und Weibchen. Drei Vögel sind etwas problematisch, da es in dieser Konstellation häufig zu Kämpfen kommt. Am schönsten ist eine größere Gruppe in einer geräumigen Voliere.
Zebrafinken können in einer großen Voliere auch mit anderen, kleineren Vogelarten zusammenleben. Positive Berichte gibt es von der Vergesellschaftung mit Kanarienvögeln, Katharinasittichen und anderen Prachtfinkenarten.

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