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Allgemeines

Der Kanarienvogel kommt ursprünglich von den Kanarischen Inseln und den Azoren. Er stammt vom Kanariengirlitz, einer Finkenart, ab. Vor rund 500 Jahren wurden die ersten Exemplare auf das spanische Festland gebracht und zuerst von Mönchen weitergezüchtet. Mittlerweile ist der Kanarienvogel nach dem Wellensittich der beliebteste Heimvogel in Europa.
Man unterscheidet heute zwischen Gesangs-, Gestalts- und Farbkanarien. Bei den Gesangskanarien wird in der Zucht besonderer Wert auf eine schöne Stimme gelegt. Hierbei sollte man wissen, dass es überwiegend die Männchen sind, die ausdauernd und schön singen können. Der bekannteste der Gesangskanarien ist der Harzer Roller.
Bei den Gestaltskanarien wird vor allem auf das Aussehen und Merkmale wie Körperbau, Größe und Gefieder geachtet. Beliebte Rassen heißen hier zum Beispiel Lizard, Crested und Border Fancy.
Die meiste Auswahl gibt es bei den Farbkanarien. Ihre große Farbvielfalt von mittlerweile mehreren Hundert verschiedenen Varianten, verdanken sie der Einkreuzung anderer Finken.
In freier Natur schließen sich die Kanarienvögel außerhalb der Brutzeit zu großen Schwärmen zusammen. Normalerweise haben die Vögel ein bestimmtes Revier, innerhalb dessen sie nach Nahrung suchen. Weitere Strecken legen sie im Normalfall nicht zurück.
Erfreulicherweise ist der freilebende Bestand derzeit gesichert und der Kanarienvogel somit nicht besonders geschützt. Für die Haltung als Haustier werden also keine amtlichen Papiere benötigt.
Für Kinder unter zehn Jahren sind Kanarienvögel wenig geeignet, da sie nur bedingt zutraulich werden und sehr zart gebaut sind.

Name und Aussehen

Sowohl seinen deutschen als auch seinen lateinischen Namen (Serinus canaria) erhielt der Kanarienvogel aufgrund seiner Herkunft.
Zum Aussehen der Kanarienvögel kann man wegen der vielen verschiedenen Zuchtformen kaum eine allgemeine Angabe machen. Eine Gemeinsamkeit ist das leichte Skelett, das sie zu hervorragenden Fliegern macht.
Die typische Kanarienfarbe ist ein leuchtendes Gelb. Mittlerweile gibt es unzählige Farbvarianten, zum Beispiel weiß, dunkelrot, rot-braun, schwarz, gesprenkelt, gescheckt und zweifarbig.
Auch beim Gefieder gibt es verschiedene Formen, zum Beispiel glatt, frisiert, gelockt oder mit Haube.

Größe und Alter

Kanarienvögel sind je nach Zuchtform 11 bis 20 cm groß und wiegen 15 bis 25 Gramm.
Sie können 12 bis 15 Jahre alt werden.

Ernährung

Kanarienvögel ernähren sich in der Natur sehr abwechslungsreich. Dies sollte Ihnen auch als Heimtier geboten werden. Als Grundfutter eignen sich im Handel erhältliche Kanarienvogel-Futtermischungen.
Dazu sollte täglich Frischfutter in Form von Obst und Gemüse gereicht werden. Geeignet sind zum Beispiel Karotten, Zucchini, Paprika, Gurken, Feldsalat, Tomaten, Bananen, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Erdbeeren und Kirschen.
Zur Eiweiß-Ergänzung können Sie alle ein bis zwei Wochen etwas Joghurt oder Magerquark anbieten.
In der Mauser und zur Brutzeit ist der Vitaminbedarf erhöht. Hier kann man zusätzlich ein spezielles Vitaminpräparat unter das Körnerfutter mischen.
Nicht geeignet zur Fütterung sind unter anderem Avocados, Pflaumen, grüne Bohnen, Grapefruit, rohe Kartoffeln und alle Kohlsorten. Außerdem natürlich keine Süßigkeiten oder Gewürztes.

Voliere

Natürlich kann die Behausung für Vögel nie groß genug sein. Für ein Kanarienvogel-Pärchen sollten die Mindestmaße bei 1,00 m x 0,50 m x 0,80 m liegen. Je mehr Vögel dazukommen, desto größer muss natürlich auch die Voliere werden.
Grundsätzlich gilt, dass eine Kanarienvogel-Voliere nicht rund sein sollte, das irritiert die Vögel. Außerdem sollte es genügend Platz geben, damit die Kanarien kurze Strecken fliegen können. Sitzstangen sollten also einen Abstand von ca. 40 cm zueinander haben. Als Sitzstangen dienen am Besten stabile Äste von unbehandelten Bäumen. Besonders geeignet sind hier zum Beispiel Apfelbaum, Kirschbaum oder Haselnussbaum. Die Äste müssen alle paar Wochen ausgewechselt werden, um Milbenbefall vorzubeugen.

Als Bodeneinstreu eignet sich am Besten handelsüblicher Vogelsand, da er von den Vögeln auch gefressen wird und im Magen zur Nahrungszerkleinerung beiträgt.
Außerdem sollte ein kleines Wasserbad vorhanden sind, in dem die Vögel baden und trinken können. Dazu kann entweder eine Keramikschüssel auf dem Boden dienen oder ein spezielles Vogelbad, das in die Käfigtür eingehängt wird. Das Wasser muss täglich erneuert werden.
Auf Spielzeug wie Spiegel oder Plastikvögel sollte verzichtet werden. So etwas verunsichert die Vögel nur und macht sie nervös und aggressiv.

Der beste Standort für einen Vogelkäfig ist an einer ruhigen, hellen Stelle ohne direkte Sonneneinstrahlung, Heizungs- oder Zugluft. Es sollte nicht zu viel Trubel herrschen, aber auch nicht völlig abgeschieden sein. Laute Musik oder Zigarettenrauch sind tabu.

Einmal pro Woche sollte der Käfig mit warmen Wasser und Seife gereinigt werden.
Ist die Voliere nicht übermäßig groß, sollte den Kanarienvögeln täglich etwas Freiflug in einem gesicherten Zimmer gewährt werden. Die Fenster müssen währenddessen geschlossen sein und giftige Pflanzen weggestellt werden. Auch wertvolle Möbel sollten sich in diesem Zimmer nicht befinden, da Kanarien auch mal gerne knabbern und Einrichtungsgegenstände beschmutzt werden könnten.

Vergesellschaftung

Kanarienvögel leben in der Natur im Schwarm und sollten daher auch in menschlicher Obhut immer mit mindestens einem Partner gehalten werden. Ideal ist entweder die paarweise Haltung oder ein Hahn mit mehreren Hennen. Zwei Hähne jedoch sollten nicht in einer Voliere zusammenwohnen.
Auch das Zusammenleben mit anderen kleineren Vogelarten ist in einem großen Käfig und unter bestimmten Umständen möglich. Möglich wäre die Vergesellschaftung zum Beispiel mit Zebrafinken oder Grassittichen. Es muss allerdings auf die unterschiedlichen Futteransprüche Rücksicht genommen werden, da die Zebrafinken und Sittiche das fetthaltige Kanarienfutter schlecht vertragen. Kanarienvögel hingegen kommen mit dem Exotenfutter meist gut zurecht.


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