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Der Beo

Allgemeines

Der Beo stammt aus Teilen Südostasiens, wo er in kleineren Gruppen von bis zu 20 Exemplaren in den dichten Regenwäldern wohnt. Er gehört zur Familie der Stare und es werden mehrere Unterarten unterschieden. Die bekanntesten sind der Kleine Beo, der Große Beo und der Mittelbeo.
Letzterer ist derjenige der Beos, der am häufigsten als Haustier gehalten wird. 1859 gelangten die ersten Exemplare mit den Seefahrern nach Europa, wo sie zuerst eine lange Zeit nur in Zoos gehalten wurden. Auch heute noch werden leider häufig Wildfänge angeboten, da es immer noch wenige Züchter gibt. Sollten Sie sich einen Beo anschaffen wollen, sollten Sie bitte darauf achten, dass die Tiere in Europa gezüchtet wurden. Wildgefangene Vögel müssen einen anstrengenden Transport durchstehen, den viele leider nur knapp oder gar nicht überleben.
Der Beo ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Für Wildfänge ist eine Einfuhrgenehmigung nötig und der Vogel muss amtlich gemeldet werden. Für in der EU gezüchtete Exemplare muss der Behörde eine Bescheinigung über die Nachzucht vorgelegt werden.
Beos gelten als besonders zutraulich und sprachbegabt. Tatsächlich können viele dieser Vögel Geräusche und Stimmen hervorragend imitieren. Eine Garantie dafür gibt es jedoch bei keinem Beo und er sollte auch nicht nur aus diesem Grund angeschafft werden. Auch Beos benötigen viel Zeit und Geduld, um zutraulich zu werden.
Wer sich einen Beo anschafft, sollte sich vorher über den enormen Geräuschpegel bewusst sein, den diese Vögel entwickeln können. Kreischen, Pfeifen, Singen und Schreien sind fast den ganzen Tag zu hören. Die Haltung ist daher fast nur in einem Einzelhaus ohne direkte Nachbarschaft möglich. Zudem benötigen Beos eine sehr große Voliere und machen bei Freiflugflügen viel Schmutz.

Name und Aussehen

Der Name „Beo“ ist indonesisch und bedeutet so viel wie „Plappermaul“.
Das Gefieder des Beos ist immer tiefschwarz. An den Wangen bis zum Hinterkopf sind haarlose Stellen. Ganz auffällig sind die Hautlappen am Hinterkopf, die in unterschiedlicher Intensität gelb gefärbt sind. Der Schnabel ist rot.

Größe und Alter

Der Mittelbeo wird bis zu 30 cm groß und bis zu 250 Gramm schwer.
Beos können in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre alt werden.

Ernährung

Beos sind Weichfutterfresser, was bedeutet, dass sie in der Natur keine harten Körner oder Samen zu sich nehmen.
Im Handel werden spezielle Beo-Futtermischungen angeboten. Dies sind entweder Weichfuttermischungen, die aus animalischen Bestandteilen vermischt mit Früchten, Honig oder Eigelb bestehen. Oder es sind Trockenfuttermischungen, die jedoch vor dem Verfüttern in Wasser eingeweicht werden müssen.
Täglich sollte den Beos außerdem frisches Obst angeboten werden. Gut geeignet sind zum Beispiel Bananen, Aprikosen, Melone, reife Birnen oder Äpfel.
Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört für den Beo auch tierische Nahrung wie Mehlwürmer oder Heimchen. Manche Beos sind bei den ersten Fütterungen mit Lebendfutter etwas skeptisch und fressen die Insekten nicht. Es lohnt sich jedoch, einige Versuche zu starten, eventuell zuerst mit toten Tieren.
Als gelegentliche Nascherei lieben viele Beos ungesüßte Fruchtsäfte oder in Wasser eingeweichte Rosinen.

Voliere

Beos bewegen sich gerne und daher kann eine Beo-Voliere nie zu groß sein. Für ein Pärchen sollten Sie mit mindestens 2,00 m x 0,70 m x 1,00 m rechnen. Im Handel ist die Auswahl an Käfigen groß, allerdings sind nicht alle für Beos geeignet.
Die Gitterstäbe sollten höchstens 2 cm auseinanderliegen und möglichst dunkel sein. Achten Sie darauf, dass die Rückwand und die Seitenwände geschlossen sind, da Beos ihren Kot gerne in alle Richtungen verspritzen. Sie können eine Beo-Voliere auch relativ einfach selbst bauen. Anleitungen und Anregungen dazu finden Sie im Internet.
Als Bodeneinstreu eignet sich Vogelsand oder Buchenholzgranulat. Letzteres hat den Vorteil, dass es die relativ flüssigen Hinterlassenschaften der Vögel besser aufnimmt. Trotzdem muss ein Beo-Käfig täglich von gröberem Schmutz befreit werden, einmal wöchentlich sollte die gesamte Einstreu gewechselt und der Käfig mit heißem Wasser gereinigt werden.
Stabile Äste von unbehandelten Obstbäumen sind am Besten als Sitzstangen geeignet. Sie sollten alle paar Wochen ausgewechselt werden, um Milbenbefall vorzubeugen.
Als Schlafplatz eignen sich Holzhäuschen, die an den Wänden angebracht werden.
Schließlich benötigen Sie noch zwei oder drei Futternäpfe und einen Wassernapf.

Vergesellschaftung

Da Beos in der Natur immer paarweise oder in kleineren Gruppen anzutreffen sind, sollten Sie auch in Gefangenschaft mindestens einen Partner haben. Manchmal werden Beos einzeln gehalten, um ihre Prägung auf den Menschen zu vertiefen. Das ist aber nicht artgerecht und die Vögel leider sehr unter der Einzelhaltung. Auch Beos, die einen Partner haben, werden zutraulich und können sprechen lernen.
Die Vergesellschaftung mit anderen Vogelarten ist umstritten. Beos sind starke und kämpferische Vögel, daher dürfen sie keinesfalls mit kleineren Vogelarten zusammen untergebracht sein. Es gibt positive Erfahrungsberichte über die Vergesellschaftung von Beos mit Amazonen. Auf jeden Fall sollte man jedoch vor der gemeinsamen Unterbringung in einer Voliere, die Vögel zusammen frei fliegen lassen, um die Reaktionen zu testen. Danach kann ein stundenweises, beaufsichtigtes Zusammensetzen erfolgen.


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