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Anhang A (Artenschutz: CITES Papiere unbedingt erforderlich! besonders strenger Schutz)
Diese Reptilienart ist besonders stark gefährdet und steht im Anhang A des Washingtoner Artenschutzabkommens. Diese Art ist akut vom Aussterben bedroht, so dass der kommerzielle Handel verboten ist. Nur in speziellen Fällen werden Ausnahmen von diesem Handelsverbot erteilt, z.B. für Nachzuchten. Für den Handel mit nachgezüchteten Anhang A-Tieren braucht man CITES-Dokumente, die Tiere müssen mit Transpondern markiert oder durch Fotodokumentation individuell unterscheidbar sein.

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Allgemein

Man unterscheidet zwischen der Nördlichen und der Südlichen Madagaskarboa. Die Nördliche Madagaskarboa ist die größere der beiden Arten und lebt in feuchten Regenwaldgebieten. Die Südliche Madagaskarboa bevorzugt hingegen trockene Steppenlandschaften und Savannen. Beide Arten kommen ursprünglich und hauptsächlich in Madagaskar vor, mittlerweile wurden jedoch auch schon Exemplare auf der Insel Réunion und den benachbarten Maskarenen gesichtet.
Die Madagaskarboa ist eine dämmerungs- und nachtaktive Schlange, die sich tagsüber meist in Laubhaufen oder Höhlen verstecken. Nachts lauern sie dann auf ihre Beute. Die Madagaskarboa gehört zu den Riesenschlangen und tötet ihre Beute durch erwürgen. Die Jungtiere sind noch relativ geschickte Kletterer und daher auch häufig auf Bäumen oder Büschen zu finden. Mit zunehmendem Alter beschränken sie sich jedoch immer mehr auf den Boden oder niedrige Sträucher.
Da die sowohl die südliche als auch die nördliche Madagaskarboa eine der weniger kompliziert zu haltenden Schlangen sind, sind sie auch für Schlangenanfänger geeignet. Wichtig ist allerdings, dass man beim Kauf darauf achtet, den wichtigen Herkunftsnachweis inklusive einer Fotodokumentation zu erhalten. Die Madagaskarboa ist in ihrer Heimat vom Aussterben bedroht und daher nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen Anhang A geschützt.

Name und Aussehen

Den deutschen Namen erhielt diese Boa natürlich nach ihrem Herkunftsgebiet. Die südliche Madagaskarboa trägt den lateinischen Namen Acrantophis dumerili. Die nördliche Madagaskarboa heißt Acranthophis madagascariensis.
Die Madagaskarboa ist rötlich-braun-grau. Auf dem Rücken zeigen sich unregelmäßige schwarze Flecken und Striche, die manchmal an ein verschwommenes Zick-Zack-Muster erinnern. Die südliche Madagaskarboa ist meist allgemein etwas dunkler gefärbt als ihre nördliche Verwandte.

Größe und Alter

Die nördliche Madagaskarboa kann bis zu drei Meter lang werden, meist erreichen sie in Gefangenschaft jedoch eine Länge von etwa 2,50 m. Die südliche Madagaskarboa wird durchschnittlich ca. 2,00 m lang, die Höchstlänge sind 2,50 m.
Die Weibchen sind in der Regel etwas größer und schwerer als die Männchen.
Die Tiere können bei artgerechter Pflege bis zu 25 Jahre alt werden.

Ernährung

Beide Arten ernähren sich ausschließlich fleischlich. In freier Natur besteht die Kost aus Mäusen, Ratten, Hamstern, Meerschweinchen und Küken.
Im Terrarium brauchen die Schlangen nicht so eine große Abwechslung. Wenn Sie ein Futtertier gefunden haben, dass die Schlange gut annimmt und verträgt, können Sie auch dabei bleiben. Meistens werden im Terrarium Mäuse oder Ratten (je nach Größe der Schlange) verfüttert. Futtertiere bekommen Sie im Zoofachhandel.
Es gibt auch tief gefrorene Futtertiere. Diese werden allerdings nicht von jeder Schlange angenommen. Sie sollten sich daher darauf einstellen, die Futtertiere lebend ins Terrarium zu setzen, damit die Schlange sie jagen und erbeuten kann. Nicht jeder bringt diese Art der Fütterung über´s Herz. Sie sollten also vorher genau darüber nachdenken, ob Sie und Ihre Familie damit zu Recht kommen.

Terrarium Größe und Temperatur

Beide Arten der Madagaskarboa werden relativ groß, daher benötigen sie auch ein großes Terrarium. Als Mindestmaße kann man 2,00 x 0,60 x 1,20 m (LBH) ausgehen. Größer ist natürlich nie falsch, vor allem, wenn man mehr als zwei Exemplare zusammenhalten möchte.
Die Temperatur sollte tagsüber bei 28 bis 32 Grad liegen, nachts darf es auf bis zu 22 Grad abkühlen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei rund 70 % liegen.
Beide Arten benötigen einige Versteckmöglichkeiten in Form von großen Tonröhren, ausgehöhlten Wurzeln oder Rindenstücken. Zudem ein oder zwei starke Äste zum Klettern, was gerade für jüngere Tiere wichtig ist.
Auch ein großes, flaches Wasserbecken sollte vorhanden sein. Gerade die Nördliche Madagaskarboa badet sehr gerne und oft stundenlang. Außerdem trägt das Wasser zur Luftfeuchtigkeit im Terrarium bei. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden, um Bakterienbildung und Verschmutzungen zu vermeiden. Das Wasser sollte beheizt werden.

Terrarium Beleuchtung

Mit einer Tageslichtröhre schaffen Sie eine gute Grundbeleuchtung. Diese darf täglich ca. 12 Stunden eingeschaltet sein.
Nicht zwingend nötig, aber doch angenehm für die Tiere ist eine UV-Lampe. Unter dieser leuchten die Tiere erstens ganz besonders schön und zweitens breiten sich Bakterien und Keime nicht so schnell im Terrarium aus.
Schlangen lieben die Wärme. Daher können Sie über den Kauf einer Wärmelampe nachdenken, die hin und wieder eingeschaltet wird. Auch die eigentlich nachtaktiven Schlangen kommen dann gerne mal raus und „sonnen“ sich. Bitte achten Sie auf einen Mindestabstand von Lampe zu Schlange von 40 cm. Unter der Wärmelampe darf es bis zu 35 Grad warm werden.
Da die Madagaskarboa dämmerungs- und nachtaktiv ist, empfiehlt sich die Anschaffung eines so genannten Mondlichtes. Dieses zaubert ein schummriges, weißes Licht im Terrarium und ermöglicht Ihnen die bessere Beobachtung Ihrer Schlangen.
Um die Beleuchtung immer zur gleichen Tageszeit an- und ausgehen zu lassen, sollten Sie eine Zeitschaltuhr installieren.

Vergesellschaftung

Man kann die Madagaskarboa durchaus zu mehreren in einem ausreichend großen Terrarium halten. Allerdings leiden die Tiere auch nicht unter Einzelhaltung. Entscheidet man sich für die Gruppehaltung, sollten die Schlangen aber zur Fütterung getrennt werden, da es hier häufig zu versehentlichen und gewollten gegenseitigen Verletzungen kommen kann.

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