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Allgemein

Degu
Ursprünglich kommen die Degus aus Chile. Dort bewohnen sie hauptsächlich offene Steppenlandschaften. In ihrer Heimat gelten Degus als Schädlinge, weil sie auch an und in Feldern leben.

Degus sind tagaktiv und ziehen sich nachts, bei großer Hitze oder bei Gefahr in ihre selbstgebauten Höhlen zurück. Sie leben in kleinen Gruppen und verständigen sich untereinander mit hohen Lauten.

Als Heim- und leider auch als Labortiere werden Degus seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa gehalten. In den letzten Jahren gewannen die süßen Nager zunehmend an Beliebtheit.

Degus können mit etwas Geduld sehr zutraulich werden und sind aufgrund ihrer Aktivität und Verspieltheit interessant zu beobachten.

Auch Kinder haben ihre Freude an den kleinen Nagern. Selbstverständlich sollte die Verantwortung für die Tiere aber immer bei den Eltern liegen. Kinder können die Hauptversorgung der Degus mit ca. 10 Jahren übernehmen. Vorher können sie mit Hilfe und Unterstützung der Eltern lernen, verantwortungs- und rücksichtsvoll mit Tieren umzugehen.

Name und Aussehen

Der offizielle Name unserer Haus-Degus lautet „Gewöhnlicher Degu“. Auf lateinisch heißen sie Octodon degus.

Die Ursprungsfarbe der Degus ist grau-braun mit hellem Bauch. Auch die meisten Haus-Degus haben noch diese Farbe, manchmal etwas heller, manchmal etwas dunkler. Allerdings wurden mittlerweile auch schon einige andere Farben gezüchtet, wie z. B. sandfarben oder schwarz.

Degus haben einen langen, behaarten Schwanz. Dieser ist relativ empfindlich und die Schwanzhaut kann bei Gefahr abgeworfen werden. Daher sollten Sie Ihre Degus niemals am Schwanz packen.

Die Augen des Degus sind groß und dunkel. Degus haben starke, gelbe Schneidezähne, die immer wieder nachwachsen.

Größe und Alter

Degus können bis zu 20 cm lang und bis zu 300 g schwer werden, dazu kommt eine Schwanzlänge von ca. 12 cm.

In Gefangenschaft können sie bis zu 6 Jahre alt werden.

Ernährung

Der Hauptbestandteil der Nahrung für Degus sollte Heu sein. Sie sollten täglich frisches Heu lose ins Gehege legen.

Zum Heu gibt es täglich eine Portion Grünfutter. Dies besteht zum einen Teil aus Kräutern, Blüten und Blättern. Geeignet sind z. B. Basilikum, Melisse, Petersilie, Gänseblümchen, Kamille, Haselnussblätter und Pfefferminzblätter.

Zum anderen Teil besteht Grünfutter aus Gemüse, z. B. Karotten, Sellerie, Kohlrabi, Paprika, Gurken und Kürbis.

Obst sollte gar nicht verfüttert werden, da Degus allgemein sehr anfällig für Diabetes sind. Als Leckerei eignen sich besser Nüsse und Kerne (z. B. Erdnüsse, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne) angeboten werden.

Ergänzend zu Heu und Grünfutter sollten regelmäßig Zweige zum Beknabbern angeboten werden. Apfel- und Birnbaumzweige oder Haselnusstrauchzweige werden gut vertragen.

Statt dem im Handel angebotenen Trockenfutter, sollten Sie lieber täglich kleine Sämereien wie z. B. Hafer, Amarant und Hirse ins Gehege geben.

Käfig

Der richtige Standort für den Degukäfig ist weder zugig noch zu heiß (nicht vor Heizungen oder warmen Fenstern). Außerdem sollte in diesem Zimmer kein allzu großer Trubel herrschen oder sehr laute Musik gehört werden. Auch das Schlafzimmer ist nicht so gut geeignet, da Degus auch nachts ganz gerne mal aktiv werden und in ihrem Gehege herumrascheln.

In der Natur laufen Degus lange Strecken, klettern aber auch auf Bäume oder Büsche. Daher benötigen sie ein großes Gehege mit mehreren Ebenen, um diesen Bewegungsdrang ausleben zu können. Die Mindestmaße für zwei bis fünf Degus liegen bei 80 x 50 x 150 cm (LBH).

Im Handel erhältliche Kleintierkäfige sind häufig nicht gut geeignet, da sie sowohl zu klein als auch oft nicht ausbruchsicher sind.

Am Besten geeignet sind große Nager- und Vogelvolieren oder ein selbstgebauter Degukäfig. Wichtig ist, dass es keine offene Plastik- oder Holzteile gibt, da Degus sehr kräftige Nager sind und sich eventuell durch diese Materialien nagen können. Dem kann man mit Metallschienen vorbeugen. Ziehen Sie im Käfig mehrere Ebenen ein, so haben Degus ausreichend Möglichkeiten zum Klettern und Laufen.

Als Einstreu eignet sich die normale Kleintierstreu. Sie sollte hoch eingefüllt (10 – 15 cm) und mit Heu vermischt werden, damit die Degus auch darin graben können.

Ganz wichtig ist ein Sandbad. Degus lieben es, sich im Sand zu wälzen, außerdem dient es der Fellpflege. Am Besten geeignet ist so genannter Chinchilla-Sand, der im Fachhandel erhältlich ist. Das Sandbad füllen sie am Besten in eine flache Schale mit hohem Rand.

Zur vollständigen Einrichtung fehlen dann nur noch Futter- und Trinkmöglichkeiten. Als Futternäpfe eignen sich am Besten schwere Näpfe aus Ton oder Keramik, da diese von den Tieren nicht umgeworfen werden können. Sie sollten mindestens einen Napf für Grünfutter und einen für trockenes Futter wie z. B. Sämereien anschaffen. Wasser kann sowohl in einem Napf als auch in einer Trinkflasche angeboten werden. In beiden Fällen sollte das Wasser natürlich mindestens einmal täglich erneuert werden.

Mindestens einmal pro Woche sollte das Gehege vollständig gesäubert werden. Also die Einstreu komplett entfernt, Futter- und Trinkgefäße gut auswaschen und der Boden sauber gemacht werden. Verwenden Sie zur Reinigung nur heißes Wasser und Essig, keine Putzmittel.

Vergesellschaftung

Degus leben in freier Wildbahn immer in kleineren Gruppen und sind sehr sozial. Daher sollten sie auch in Gefangenschaft nie alleine leben müssen. Am Besten verstehen sich gleichgeschlechtliche Tiere aus dem gleichen Wurf. Die Gruppe sollte zwei bis fünf Degus umfassen.
Die Haltung beider Geschlechter ist nicht empfehlenswert, da es dann ganz schnell zu Degu-Nachwuchs kommt. Da pro Wurf bis zu sechs Jungtiere zur Welt kommen können, hat man dann ganz schnell das Problem, die Tiere an ein neues Zuhause zu vermitteln.

Mit anderen Kleintieren sollten Degus nicht in einem Käfig zusammenleben müssen. Die Ansprüche der einzelnen Tiere sind einfach zu verschieden. Sollten Hunde oder Katzen im Haushalt leben, müssen die Degus natürlich ausreichend geschützt werden.


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