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Einmal pro Jahr, zu Beginn des Sommers, werden Alpakas geschoren. Das bewahrt die hübschen Vierbeiner aus den Anden, die auch hierzulande immer beliebter werden, davor, in der warmen Jahreszeit an Überhitzung zu leiden. Außerdem wird bei der Schur natürlich der wertvolle Alpakavlies gewonnen. Für das Wohlbefinden des Tieres, aber auch für die Qualität der Wolle ist es wichtig, sich bei der Schur an gewisse Regeln zu halten - bevor man sich an die Schermesser wagt, sollte man deshalb die Kunst des richtigen Scherens erlernen. Alternativ kann man natürlich einen professionellen Scherer beauftragen.

Die Alpakas sollte natürlich an die Berührung und den Kontakt an den Menschen gewöhnt sein, damit die Schur stressfrei verläuft. Vor der Schur sollte der Vlies möglichst gut gereinigt werden. Traditionell werden dazu mit einer geschälten Haselrute Grassamen, Heu und andere Pflanzenreste vorsichtig aus dem Vlies geschlagen, starke Verschmutzungen entfernt man mit einer Bürste. Zur Schur werden Alpakas meistens liegend fixiert und dann mit einer elektrischen Schermaschine mit einem speziellem Schurkamm für Alpakas von ihrem warmen Vlies befreit. Dabei oder anschließend wird die Wolle vorsortiert: die Wolle am Rumpf ist nämlich hochwertiger als am restlichen Körper.

Eigenschaften von Alpakawolle

Alpakawolle wird zu diversen Produkten, darunter Pullover, Mäntel, Schals und Decken verarbeitet. Der Vlies kann zum Stricken, Weben und Filzen genutzt werden. Dass die Wolle, die gelegentlich sogar als das "Vlies der Götter" bezeichnet wird, so begehrt ist, hat mehrere Gründe: Zum einen gibt es Alpakawolle in mehr als 20 natürlichen Farbschattierungen, was die Produkte optisch attraktiv macht. Zum anderen überzeugt die Wolle mit wunderbaren Thermoeigenschaften. Da Alpakas in ihrer Heimat mit großen Temperaturunterschieden zurechtkommen müssen, schützt auch ihre Wolle, deren Fasern innen hohl sind, vor Hitze wie vor Kälte. Die Fasern lassen sich auch zu sehr leichten, dünnen Stoffen verarbeiten, die weich und anschmiegsam auf der Haut liegen und nicht kratzen. Alpakaprodukte verfilzen weniger stark als andere Naturfasern, sie sind antistatisch, schwer entflammbar, antibakteriell und weitgehend geruchsneutral.

Bei guter Pflege und regelmäßigem Lüften an der frischen Luft, müssen Produkte aus Alpakawolle nur selten gewaschen werden. Ist es doch einmal nötig, sollte man sie mit wenig Feinwaschmittel bei 30 Grad mit der Hand waschen und es liegend auf glatter Unterlage trocknen lassen. So lassen sich die einzigartigen Eigenschaften der Alpakawolle am besten konservieren.

Tags: Bauernhoftiere Alpakas

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