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Chinchillas haben einen recht empfindlichen Magen-Darm-Trakt. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht kann das langfristig erhebliche gesundheitliche Folgen haben, die von Abmagerung bis zu Leber- und Nierenerkrankungen reichen. Beim Füttern sollte man deshalb abrupte Futterumstellungen, Experimente vermeiden und den allgemeinen Zustand der Nagetiere und ihren Kot im Auge halten. Durchfall oder Verstopfung, aber auch struppiges Fell und Mattheit sind oft Symptome dafür, dass die Fütterung nicht optimal angepasst ist.

Die Grundlage der Chinchilla Fütterung besteht aus gutem, frischen Heu. Das Raufutter pflegt mit seinen vielen Rohfasern die Darmflora, versorgt den Körper mit Nährstoffen, fördert den Zahnabrieb und beschäftigt die Nagetiere. Chinchillas sollten deshalb ständig reichlich Heu zur Verfügung haben.

Trockenfutter nur in Maßen

Trockenfutter aus dem Handel, das zum Beispiel Haferflocken, Haferecken, Weizen und Getreideflocken enthalten kann, sollte dagegen nur in Maßen in den Futternapf kommen. Denn zu viel Kraftfutter macht die eigentlich so agilen Tiere dick und träge, langfristig muss man mit erheblichen Störungen der Darmflora rechnen. Außerdem werden die Zähne bei einer Ernährung, die zum großen Teil aus Kraftfutter besteht, nicht ausreichend abgenutzt.

Ein wichtiger Aspekt beim Kraftfutter ist auch, dass eine Umstellung des Futters nur ganz allmählich erfolgen darf, damit sich der Darmtrakt langsam anpassen kann. Am Anfang mischt man dazu nur eine kleine Portion des neuen Futters unter das alte. Dieser Anteil wird über mehrere Tage hinweg langsam erhöht, bis man das alte Futter irgendwann weglassen kann.

Ungesund und tabu für Chinchillas sind auch die Nagerstangen und Leckerchen, die im Handel für andere Nagetiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen angeboten werden.

Chinchillas brauchen Kräuter

In freier Wildbahn nehmen die südamerikanischen Nagetiere die nötigen Nährstoffe über Wildkräuter, Pflanzen, Äste und Wurzeln auf. Diese Zutaten dürfen deshalb auch bei der artgerechten Fütterung Zuhause nicht fehlen.
Wer Spaß am Kräutersammeln in freier Natur oder einen eigenen Garten hat, kann die Kräuter selber trocknen und eigene Mischungen herstellen. In Maßen dürfen Kräuter auch frisch verfüttert werden, man sollte dabei darauf achten, ob das Chinchilla Durchfall bekommt und neue Kräuter nur in ganz kleinen Portionen anbieten.
Zu den geeigneten Kräutern für Chinchillas gehören unter anderem Löwenzahn, Kamille, Brennnessel, Gänseblümchen, Luzerne, Melisse, Schafgarbe und Spitzwegerich. Natürlich sollte man die Kräuter nicht an stark befahrenen Straßen oder auf mit Pestiziden behandelten Feldern sammeln.

Ab und zu dürfen auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten, darunter sind Möhren, Äpfel, Pastinaken und Fenchel, auf dem Speiseplan stehen - vorausgesetzt, das Chinchilla verträgt sie gut. Bei eigentlich allen Chinchillas sind Äste ein beliebter Knabberspaß. Geeignet sind unter anderem die sauberen, getrockneten und natürlich ungespritzten Äste von Birke, Apfelbaum, Haselnussstrauch und Erle.

Tags: Kleintiere Nagetiere Chinchillas

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