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Es gibt nur wenige Menschen, die dem Charme eines Chinchillas widerstehen können. Mit ihren dunklen, großen Knopfaugen, den lustigen großen Ohren, dem weichen Pelz, dem buschigen Schwanz erobern die südamerikanischen Nager Herzen im Sturm. Und spätestens wenn man einmal erlebt hat, wie zahme Chinchillas übermütig durchs Zimmer tollen, sich den weichen Bauch kraulen lassen und mit ihren Artgenossen spielen, würde man sich am liebsten auch gleich so putzige Mitbewohner nach Hause holen.

Doch die Anschaffung eines Chinchillas will gut überlegt sein. Denn die klugen Nagetiere haben besondere Eigenschaften und Haltungsansprüche, die man kennen und erfüllen sollte.
Einmal ist es wichtig zu wissen, dass Chinchillas erst in der Dämmerung und der Nacht aktiv werden. Für Tierliebhaber, die tagsüber berufstätig sind und sich erst abends mit ihren Haustieren beschäftigen können, ist das natürlich ideal - für jüngere Kinder oder Menschen, die nur mittags Zeit haben, aber eben nicht. Denn damit die Nager zutraulich werden und sich wohlfühlen, muss man viel Zeit mit ihnen verbringen. Unverzichtbar fürs Wohlbefinden ist auch ein Artgenosse, gut vertragen sich die Nager in der Regel mit einem gleichgeschlechtlichen Geschwister-Chinchilla aus ihrem Wurf. Mit anderen Tieren wie Meerschweinchen, Katzen und gutmütigen Hunden verstehen sich Chinchillas auch oft sehr gut. Allerdings können solche Vierbeiner keinen Artgenossen ersetzen. Man sollte sie und die Chinchillas immer nur unter Aufsicht zusammen lassen und bei ängstlichen Chinchillas oder aggressiven oder zu übermütigen Katzen und Hunden natürlich ganz darauf verzichten. Ziervögel wie Papageien und Sittiche jagen den meisten Chinchillas dagegen viel Angst ein und sollten nach Möglichkeit nicht im gleichen Zimmer gehalten werden. Denn in freier Wildbahn werden die putzigen Nager unter anderem von Greifvögeln gejagt.

Chinchillas brauchen einen großen Käfig

Chinchillas brauchen reichlich Platz, pro Tier wird mindestens ein Kubikmeter Käfig empfohlen. Da sie unglaublich geschickt klettern und springen können, sollte der Käfig nicht nur groß, sondern möglichst auch höher als breiter sein. Zusätzlich sollten sich die Chinchillas am besten täglich auch außerhalb des Käfigs austoben können - kleinere Schäden an Holzleisten und anderem "Knabbermaterial", dass für die Nager attraktiv werden könnte, kalkuliert man am besten von Anfang an ein.
Käfighygiene spielt in der Chinchilla-Haltung eine große Rolle. Neben der täglichen Reinigung der "Toiletten-Ecke" sollten auch Sitzbretter, Sandbäder, Napf und Trinkflasche regelmäßig sauber gemacht werden, da sie sonst eine ideale Brutstätte für Krankheitskeime werden.
Chinchillas mögen Temperaturen zwischen 15 und 21 Grad (in heißen Dachgeschosswohnungen kann im Sommer also eine Klimaanlage sinnvoll sein). Was sie dagegen gar nicht gut vertragen, sind Zugluft und starke direkte Sonneneinstrahlung.

Vorsicht: Zerbrechliche Rippen

Anfänger in der Chinchilla Haltung lassen sich am besten von einem erfahrenen Halter zeigen, wie man die Nagetiere richtig aus dem Käfig oder draußen hochnimmt. Denn die Rippen der flauschigen Südamerikaner sind so zerbrechlich, dass man sie statt am Körper besser an der Schwanzwurzel fasst und sie von unten stabilisiert. Damit das gut klappt und das Chinchilla nicht stresst, sollte man gerade am Anfang sehr behutsam sein, viel üben und das Chinchilla mit Leckerbissen und später auch Streicheleinheiten verwöhnen.

Tags: Kleintiere Nagetiere Chinchillas

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