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Zahnprobleme bei Kaninchen - Ursachen & Infos

22.09.2014 um 07:12 (Letzte Aktualisierung: 17.01.2020)

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Zahnprobleme sind bei Kaninchen weit verbreitet, besonders Zwergrassen leiden häufig unter angeborenen Zahnfehlern. Andere Zahnprobleme, zum Beispiel unzureichender Abrieb der Backenzähne, entstehen durch nicht artgerechte Fütterung.

Kaninchen bei der Zahnkontrolle

Kaninchenzähne wachsen ein Leben lang nach



Um zu verstehen, wie Gebissprobleme beim Kaninchen entstehen und welche Auswirkungen sie haben, muss man die Besonderheiten der Nagerzähne kennen. Kaninchen haben 28 bleibende Zähne, insgesamt sechs Schneidezähne, im Oberkiefer auf jeder Seite sechs und im Unterkiefer auf jeder Seite fünf Backenzähne. Futter zerkleinern die starken Zähne mit seitlichen Schneidebewegungen und nutzen sich so ab.

Die Zähne wachsen ein Leben lang nach. Bei einer gesunden Zahnstellung und guter Ernährung, sprich reichlich Heu und Ästen zum Beknabbern, ist das kein Problem. Hat ein Kaninchen aber Fehlstellungen oder bekommt es überwiegend Fertigfuttermischungen, nutzen sich die Zähne nicht richtig ab und wachsen in alle möglichen Richtungen. Schließlich bohren sie sich dem Kaninchen in die Zunge oder Haut, verursachen so starke Schmerzen und führen schließlich dazu, dass der Vierbeiner weitgehend das Fressen einstellt.

Da betroffene Kaninchen aus Schmerzen häufig kaum noch an die Heuraufe gehen, nehmen sie das wichtige Raufutter nicht in den ausreichenden Mengen und so zerkleinert zu sich, wie es ihr Verdauungsapparat verlangt. Die Folge sind Störungen der Darmflora, Bauchschmerzen und weiterer Appetitverlust.

Wie werden Kaninchenzähne gekürzt?



Wöchentliche Zahnkontrollen sollten deshalb für jeden Kaninchenbesitzer auf dem Programm stehen. Da man im kleinen Mäulchen Zahnprobleme und Schleimhautverletzungen oft nur schwer erkennen kann, sollte man auch auf andere Warnsignale wie starkes Speicheln, Zähneknirschen und Fressunlust achten. Diese Symptome können natürlich auch andere Ursachen haben, das sollte von einem Veterinärmediziner untersucht werden.

Falls nötig, kann der Tierarzt die Zähne mit speziellen Geräten abschleifen. Das Kürzen der Zähne sollte man unbedingt dem Experten überlassen, oft geschieht es unter Vollnarkose. Werden die Zähne laienhaft mit einer Zange oder ähnlichem abgezwickt, kommt es unter anderem zu Splitterungen und Zahnwurzelentzündungen.
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Zuletzt geändert am/um: 17.01.2020 um 18:51

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