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BARF: Biologisch Artgerechtes Rohes Hundefutter

19.08.2008 um 14:01 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)

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Kurz zusammengefasst kann man den Spruch anwenden: "Nur roh macht froh".

Viele unserer Hunde oder Katzen haben Verdauungsprobleme mit Trockenfutter oder dem industriell hergestelltem Nassfutter, die Inhaltsstoffe sind meist aromatischer Natur und bestehen häufig auf zusätzlichen Stoffen wie Konservierungsstoffen. Auch mehren sich die Fälle von Allergien bei den Vierbeinern. Hunde- oder Katzenbesitzer stellen dann häufig die Frage: Was tun, wenn mein Hund / meine Katze unter Durchfällen leidet die keine erkennbaren Ursachen haben, oder aber Allergien entwickelt hat deren Ursprung man sich auch nicht erklären kann?

BARF-Biologisch artgerechtes rohes Futter

Die einfache Lösung heißt hier immer B.A.R.F., diese Abkürzung steht für "biologisch artgerechtes rohes Futter", gemeint ist hiermit, dass man dem Hund oder der Katze Futter verabreicht, welches sie auch in der freien Natur bekommen würden - dort müssten sie es erjagen.

Was fressen Hunde und Katzen?



Hunde bevorzugen demnach Geflügel und Niederwild, sowie kleine Wildarten wie Reh, nicht aber unbedingt Wildschwein als Hundefutter. Hunde würden sich nicht wagen, einem ausgewachsenen Wildschwein zu nahe zu kommen; diese sind viel zu aggressiv und angriffslustig.

Katzen mögen natürlich am liebsten Mäuse und auch kleinere Ratten, selbstverständlich kann man diese nicht in der nächsten Metzgerei kaufen.

Was man aber für beide Haustiergruppen käuflich erwerben kann, sind sämtliche Fleischsorten, die ein Hund bevorzugt und Innereien für die Katze, diese frisst auch sehr gerne Pute oder Hähnchen.

Man kann alle Fleischsorten entweder roh oder gekocht geben, hierbei sollte man darauf achten, keine gekochten Knochen zu geben, hieran können sich die Haustiere verletzen und ein Tierarztbesuch ist unumgänglich. Roh sind Rinderknochen zum Nagen (als Zahnpflege) sehr beliebt.

Es wurde im Jahr 2006 ein deutschsprachiges Buch namens "Katzen würde Mäuse kaufen" herausgebracht, in diesem wird sehr genau beschrieben, was Hunde und Katzen wirklich mögen und womit sie tatsächlich gefüttert werden sollten.

Was ist bei BARF zu beachten?



Rohes Fleisch ist der Grundstock für BARF, aber wenn die Tierbesitzer „barfen“, sollten sie unbedingt darauf achten, auch Gemüse zur Hundenahrung bzw. Katzennahrung hinzu zu geben, in der freien Wildbahn würden sich die Tiere auch Gemüse, wie zum Beispiel Möhren und Kartoffeln ausbuddeln und diese essen. Wichtig bei der Zubereitung ist die Zugabe von einem kleinen Schuss Öl - nur so können vom Körper die Vitamine aus dem Gemüse aufgespaltet und verarbeitet werden.

Aus dem bereits angesprochenen Gründen, wie anhaltende Durchfälle und/oder Gewichtsschwierigkeiten und/oder Allergien, empfehlen Tierhomöopathen und Tierärzte die Umstellung auf B.A.R.F. bzw. die Einleitung einer BARF Diät, wobei die Tierärzte dieser eher skeptisch gegenüber stehen - dies sollte man aber eher zweitrangig betrachten, denn Tierärzte arbeiten auch häufig mit den Hersteller von Trockenfutter zusammen. Sehen Tierärzte erst Erfolge bei einem Tier, das nun Normalgewicht aufweist oder wieder schönes glänzendes Fell hat, die Allergien und auch die Durchfälle wieder verschwunden sind, sind auch die Tierärzte überzeugt.

Vorteile und Nachteile von BARF



Ernährungsphysiologisch gesehen gibt es nur Vorteile in Sachen „Barfen“ für Hund und Katz, man sollte als Halter nur auf Abwechslung achten und darauf, dass nicht zu viele Knochen gegeben werden. Man kann den Vierbeiner auch liebevoll bekochen, indem man beispielsweise Reis mit Hühnchenfleisch kocht (immer darauf achten dass Futter nie zu würzen, Haustiere vertragen diese nicht gut und können Verdauungsprobleme entwickeln), eine Hühnersuppe, die in einem Säckchen eingefroren ist, bietet zudem noch Spielspaß und fordert den Kopf des Hundes.

Katzen sind noch wählerischer, wenn es ihnen zu langweilig auf ihrem "Tisch" bzw. im Napf wird, verweigern sie das Essen. Hier ist also noch mehr auf Abwechslung zu achten.

Für beide Tierarten ist zu erwähnen, dass man Leber als rohe Innerei möglichst nur einmal die Woche verfüttern sollte, denn sie wirkt abführend und grade wenn man seine Lieblinge einige Zeit allein lassen muss, kann es zu unschönen Zwischenfällen kommen.

Der Nachteil an BARF liegt eigentlich nur im Zeitaufwand, es ist nicht ganz so einfach in den Napf zu bringen. Man muss sich immer wieder damit auseinandersetzen: Was gebe ich meinem Hund / meiner Katze heute, koche ich heute oder gibt es rohes Futter? Wo gibt es einen günstigen Anbieter? Kann ich auch beliefert werden? Wo friere ich all die Sachen ein?

Leckereien für unterwegs oder zur Belohnung müssen erst vorgebraten und abgekühlt werden, bevor man sie mitnehmen kann. Toll für rohe Leckereien sind hier so genannte Futtertuben. In diese füllt man beispielsweise ganz feines Rinderhack und immer wenn der Hund etwas Tolles gemacht hat, was man belohnen möchte, gibt man ihm ein bisschen aus der Futtertube. Das ist für den Spaziergang eine saubere Sache und der Hund frisst dennoch aus der Hand.

Wer also mag, tut seinem Hund oder seiner Katze einen großen Gefallen damit, die Ernährung nach B.A.R.F. zu gestalten.
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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 09:25

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