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Der Wellensittich

Allgemeines

Die Wellensittiche stammen ursprünglich aus Australien, wo sie auf dem gesamten Festland verbreitet sind. Sie leben in großen Schwärmen, die sich bevorzugt in den obersten Regionen der Bäume niederlassen. Mit ihrem gelb-grünen Gefieder sind sie so von Fressfeinden kaum auszumachen. Da sie so gesellig sind, müssen sie auch in menschlicher Obhut unbedingt mindestens zu zweit gehalten werden.
Wissenschaftlich gesehen wird der Wellensittich den Papageien zugeordnet. Mitte des 19. Jahrhunderts brachte ein Engländer namens John Gould die ersten Exemplare nach Europa, wo sie gleich zu begehrten Haustieren in den Adelshäusern wurden. Diese Wellensittiche waren meist noch Wildfänge, die auf langen Schiffsreisen transportiert wurden, wo viele von ihnen verendeten. Glücklicherweise begann bald die gezielte Zucht und somit konnte auf diese Prozedur verzichtet werden. Heute ist der natürliche Bestand des Wellensittichs weitgehend gesichert und es sind keine amtlichen Papiere zur Haltung von Wellensittichen nötig. Mittlerweile ist der Wellensittich der beliebteste Heimvogel in Europa.
Wer sich Wellensittiche anschafft, muss mit dem Geräuschpegel der Tiere zurechtkommen. Sie zwitschern, gurren und singen gerne, um sich zu verständigen. Einige sind dabei lauter und gesprächiger als andere.
Für etwas ältere Kinder ist es spannend, Wellensittiche zu beobachten und zu versorgen. Selbstverständlich muss aber auch bei der Haltung von Wellensittichen ein schwindendes Interesse der Kinder an den Tieren einkalkuliert werden. Somit sollte die Hauptverantwortung für die Pflege der Vögel bei den Eltern liegen.

Name und Aussehen

Der lateinische Name des Wellensittichs lautet „Melopsittacus undulatus“. Dies bedeutet übersetzt „melodischer Papagei mit Wellenlinien“, was auf die Zeichnung seines Gefieders zurückzuführen ist.
Der ursprüngliche, wildlebende Wellensittich ist grün mit schwarzer, wellenförmiger Zeichnung und hat ein gelbes Gesicht. Die grüne Grundfarbe kann hierbei von hell bis dunkel variieren.
Mittlerweile wird der Wellensittich in zahlreichen Farbtönen gezüchtet, die aber alle auf den Grundtönen grün, gelb, blau und weiß basieren. Auch bei der Zeichnung gibt es verschiedene Varianten. Es gibt sogar weiße oder gelbe Wellensittiche mit roten oder schwarzen Augen. Der beliebteste Farbschlag ist jedoch immer noch der normalgefärbte Wellensittich in grün oder blau mit schwarzer Zeichnung.

Größe und Alter

Wellensittiche werden in drei Kategorien eingeteilt: Hansi-Bubi, Halbstandard und Standardsittich. Als Hansi-Bubi wird der normale Wellensittich bezeichnet, der dem ursprünglichen Wellensittich noch am meisten ähnelt. Er wird ca. 40 Gramm schwer. Die Standardsittiche sind Wellensittiche, die für Ausstellungen gezüchtet wurden und somit ein bestimmtes Gewicht erreichen müssen. Sie sind deutlich größer als die Hansi-Bubis und werden bis zu 55 Gramm schwer. Die Mischform zwischen Hansi-Bubi und Standardsittich ist der Halbstandard mit bis zu 48 Gramm. Je nach Kategorie kann ein Wellensittich 18 bis 24 cm lang werden.
Theoretisch können Wellensittiche bis 15 Jahre oder älter werden. Das Durchschnittsalter liegt allerdings bei etwa 10 Jahren.

Ernährung

Wellensittiche ernähren sich in freier Wildbahn sehr abwechslungsreich. In menschlicher Obhut sollte als Grundnahrung ein spezielles Wellensittich-Körnerfutter gegeben werden. Dies ist von verschiedenen Anbietern im Handel erhältlich. Manchmal muss man mehrere ausprobieren, bis man eines gefunden hat, dass die Vögel gut vertragen und gerne fressen.
Ergänzend zum Trockenfutter sollte täglich frisches Obst und Gemüse angeboten werden. Vieles wird gut vertragen, unter anderem Karotten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Fenchel , Spinat, Ananas, Birnen, Äpfel, Erdbeeren, Melonen und Weintrauben. Auf keinen Fall darf Avocado gefüttert werden, denn diese ist giftig für die Vögel.
Frische Kräuter sind in Maßen gesund für Wellensittiche und können zwei bis dreimal pro Woche verfüttert werden, zum Beispiel Basilikum, Petersilie, Minze und Schnittlauch.
Im Frühling und Sommer können Sie auch einige Wildpflanzen von ungespritzten und sauberen Wiesen und Feldern pflücken und ihren Vögeln mitbringen. Gut geeignet sind zum Beispiel Gänseblümchen, Löwenzahn und Weißklee. Bitte nur die Pflanzen pflücken, bei denen Sie ganz sicher sind, um was es sich handelt!
Im Handel erhältlich sind sogenannte Picksteine. Diese enthalten Mineralstoffe und unterstützen den Vitaminhaushalt der Wellensittiche. Weitere Vitaminpräparate sind für gesunde Wellensittiche nicht nötig.

Käfig/Voliere

Die Auswahl an Vogelkäfigen im Handel ist fast unbegrenzt. Darunter den richtigen zu finden, ist gar nicht so einfach. Zuerst einmal: Zu groß kann der Käfig gar nicht sein. Wellensittiche müssen auch ein paar Flügelschläge im Käfig fliegen können. Daher sollte der Käfig eher breit als hoch sein. Die Mindestmaße für ein Pärchen sollten 1,00 m x 0,50 m, x 0,80 m (LBH) betragen. Die Gitterstäbe sollten möglichst dunkel sein und höchstens einen Abstand von 1 cm haben. Verzichtet werden sollte übrigens auf runde Käfige, weiße Gitterstäbe und ungeeignetes Spielzeug wie Plastikvögel und Spiegel.
Als Standort sollten Sie eine helle Stelle im Haus wählen, an der weder direkte Sonneneinstrahlung noch Heizungswärme oder Zugluft herrscht. Auch laute Musik und Zigarettenrauch haben in der Nähe der Vogelbehausung nichts zu suchen. Ansprache und Leben um sich herum mögen die Vögel jedoch ganz gerne.
Als Bodeneinstreu im Käfig eignet sich Vogelsand oder Buchenholzgranulat. Wer möchte, kann zur leichteren Reinigung noch unbedrucktes Küchenpapier unterlegen.
Zum Sitzen sind am Besten stabile Zweige von unbehandelten Obstbäumen geeignet, die alle paar Wochen ausgetauscht werden sollten. An diesen können die Vögel knabbern und sich festkrallen. Um noch genug Möglichkeit zum Fliegen zu haben, sollten es nicht zu viele Äste sein. Durch kleine Leitern und Schaukeln kann den Vögeln etwas Abwechslung geboten werden.
Wöchentlich sollte der Käfig mit warmem Wasser gereinigt werden.
Wenn möglich sollte den Wellensittichen einmal täglich die Möglichkeit zum Freiflug angeboten werden. Dazu sollten im Zimmer alle Fenster geschlossen werden und giftige Zimmerpflanzen ausgeräumt werden. Außerdem sollten Sie möglichst keine wertvollen Möbel oder Gegenstände herumstehen haben, die von den Vögeln angeknabbert oder verschmutzt werden könnten.

Vergesellschaftung

Wellensittiche sind Schwarmvögel und sollten daher auch in Gefangenschaft unbedingt mindestens einen Partner haben. Die ideale Lebensweise beginnt allerdings erst bei vier oder fünf Vögeln.
Das Gerücht, dass die Vögel dann nicht zahm werden, ist falsch. Vielmehr leiden einsame Wellensittiche oft so, dass sie sich völlig zurückziehen und krankheitsanfällig werden.
Bei zwei Wellensittichen ist die beste Kombination ein Männchen und ein Weibchen. Erstaunlicherweise verstehen sich zwei Männchen auch meist sehr gut, während es bei zwei Weibchen häufig zu Zickereien kommt. In größeren Gruppen sollte das Geschlechterverhältnis möglichst ausgeglichen sein.
Die einzig andere Vogelart, mit der Wellensittiche zusammen in einem Käfig leben können, ist der Nymphensittich. Allerdings sollte dies immer nur in einer größeren Voliere geschehen und kann keinesfalls einen jeweiligen Artgenossen ersetzen.

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