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Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie sind nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Allgemein

Die Zwergbartagame ist die kleinste der sieben Bartagamen-Arten und gehört damit zur Unterordnung der Echsen. Beheimatet ist sie in Australien, genauer gesagt, in Queensland. Dort bevorzugt sie die Schwarzerdeböden der Halbwüsten mit starker Sonnenbestrahlung. Zu ihren natürlichen Feinden zählen dort Greifvögel, Dingos und Wildkatzen. Von Menschen hält sie sich normalerweise fern.

In der Natur halten Zwergbartagamen zwei bis drei Monate Winterruhe. Im Terrarium ist dies nicht zwingend notwendig, ist aber für gesunde, erwachsene Tiere empfehlenswert. Sollten Sie züchten wollen, sollte die Winterruhe auf jeden Fall durchgeführt werden.

Zwergbartagamen sind mittlerweile sehr beliebte Terrarientiere geworden. Sie sind tagaktiv und werden häufig sogar handzahm. Zudem stellen sie keine besonders hohen Anforderungen an ihre Umgebung. Dies alles macht sie auch geeignet für Anfänger.

Name und Aussehen

Die Zwergbartagame wird auch manchmal Lawsons Bartagame genannt. Der lateinische Name lautet Pogona henrylawsoni.

Zwergbartagamen sind sandfarben. Interessanterweise sind sie meist morgens dunkler gefärbt und werden mit vermehrter Sonnenbestrahlung immer heller.

Der Bart und die Stacheln auf dem Rücken sind im Gegensatz zu anderen Bartagamenarten relativ klein.

Größe und Alter

Zwergbartagamen werden mit Schwanz bis zu 30 cm lang.

Sie können bei guter Haltung bis zu 15 Jahre alt werden. Leider erlebt tatsächlich ein großer Teil der Zwergbartagamen nicht einmal das zweite Lebensjahr aufgrund von Haltungsfehlern.

Ernährung

Zwergbartagamen ernähren sich sowohl vegetarisch als auch fleischlich.

Der pflanzliche Teil sollte bei ausgewachsenen Tieren ca. 60 bis 70% betragen. Als Gemüse eignen sich z. B. Salatsorten wie Ruccola-, Endivien- und Feldsalat, Brokkoli, Gurke und Zucchini.
Dazu Blätter, Blüten und Kräuter wie z. B. Löwenzahn, Petersilie, Kresse, Klee, Hagebutten- und Kamillenblüten und Basilikum.
Hin und wieder darf es auch ein Stückchen Obst sein, z. B. Bananen, Birnen und Äpfel.

Die fleischliche Kost sollte durch Futterinsekten abgedeckt werden. Schaben, Heuschrecken, Grillen, Asseln, Mehlwürmer und Heimchen werden gerne genommen. Regelmäßig sollten die Insekten mit einem Vitaminpräparat aus dem Terrarienfachhandel bestäubt werden.

Terrarium Größe und Temperatur

Das Terrarium für ein bis zwei Zwergbartagamen sollte mindestens 100 x 50 x 50 cm (LBH) sein. Je mehr Tiere, dementsprechend größer sollte natürlich das Terrarium sein. Ein kleiner Tipp: Wenn Sie eine Korkrückwand einbauen, können die Tiere auch daran herumklettern und erhöhen so ihren Bewegungsradius.

Als Bodengrund können Sie z. B. Terrariensand verwenden.

Die Einrichtung kann aus einigen Pflanzen, Versteckmöglichkeiten und dicken Ästen zum Klettern bestehen. Pflanzen sind im Wüstenterrarium immer eine etwas heikle Angelegenheit. Eigentlich eignen sich nur Tillandsien. Haltbarer und pflegeleichter sind dagegen künstliche Pflanzen.

Als Verstecke eignen sich z. B. große, ausgehöhlte Steine, Baumstämme oder Tonröhren. Bei allen sollten Sie auf eine hohe Standfestigkeit achten, da Zwergbartagamen auch gerne graben und daher eine gewisse Unfallgefahr für die Tiere besteht.

Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei 25 bis 30 Grad liegen, nachts bei 20 bis 23 Grad. An lokalen Wärmeplätzen dürfen maximal 43 Grad erreicht werden. Während der Winterruhe darf es auf bis zu 15 Grad abkühlen.
Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber bei 30 bis 40% liegen, nachts kann sie auf bis zu 60% erhöht werden.

Wenn Sie einen geschützten Balkon oder einen eigenen Garten haben, können Sie ihren Zwergbartagamen im Sommer auch ein Freiluftterrarium einrichten. Hierfür eignen sich z. B. Netzterrarien, die ganz schnell und unkompliziert auf- und abgebaut werden können. Es ist darauf zu achten, dass die Tiere vor Zugluft, wildlebenden Tieren und Passanten geschützt sind.

Terrarium Beleuchtung

Eine artgerechte Beleuchtung erreichen Sie am Besten mit einer Kombination aus einem HQI-Strahler, einem UV-Strahler und einer oder mehreren Wärmelampen.
Die Tagbeleuchtung kann in den Sommermonaten bis zu 12 Stunden eingeschaltet bleiben.

UV-Strahler gewährleisten die ausreichende Versorgung mit UV-Licht, dass für die Bildung von lebenswichtigem Vitamin D3 sorgt. Es genügt, sie nur einige Stunden pro Tag brennen zu lassen. Auch die Wärmelampen können stundenweise eingeschaltet werden und dürfen nur lokale Plätze erwärmen. Achten Sie darauf, dass die Gesamttemperatur des Terrariums während Einsatz der Wärmelampen konstant bleibt.

Während einer Winterruhe kann die Beleuchtung auf bis zu 6 Stunden pro Tag heruntergefahren werden, zeitweise sogar auch mal ganz abgeschaltet werden.

Vergesellschaftung

Zwergbartagamen können gut alleine leben. In einem ausreichend großen Terrarium ist aber auch eine Gruppenhaltung möglich. Hier empfiehlt es sich entweder eine Gruppe aus mehreren Weibchen zu halten oder ein Männchen mit mindestens zwei Weibchen. Ein Pärchen zu halten, ist nicht so gut, da der Paarungswille des Männchens für ein Weibchen alleine zu groß ist.

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