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Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie sind nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Allgemein

Der Ritteranolis ist eine der größeren Anolisarten. Zusammen mit seinem Artgenossen, dem Rotkehlanolis, zählt er zu den beliebtesten Terrarientieren.
Ursprünglich stammen die Ritteranolis aus Kuba. Mittlerweile sind sie jedoch auch schon in der Gegend um Florida gesichtet worden, wo sie vermutlich eingeschleppt worden sind.
In der freien Natur leben Ritteranolis auf Bäumen und Sträuchern, sowohl in wüstenartigen Gebieten als auch in der Nähe der Küste. Mittlerweile sind sie auch in Parks oder Gärten anzutreffen, obwohl sie gegenüber Menschen sehr scheu sind.
Es existieren elf Unterarten, die sich hauptsächlich anhand der Färbung unterscheiden.

Ritteranolis sind tagaktiv. Man benötigt keinen Herkunftsnachweis oder Genehmigungen zur Haltung von Ritteranolis. Trotzdem ist die Haltung für Anfänger nur bedingt zu empfehlen. Ritteranolis werden selten zahm, einzelne Tiere können sogar gegenüber ihren Besitzern angriffslustig werden. Zudem sind sie teilweise extrem ruhig und bewegen sich stundenlang nicht von der Stelle, was manchem Halter vielleicht etwas zu langweilig ist.

Name und Aussehen

Der lateinische Name des Ritteranolis lautet Anolis equestris. Seinen imposanten Namen erhielt er wohl aufgrund seiner panzerartigen, schimmernden Haut und seiner Größe, die ihm auch seinen zweiten Namen Riesenanolis einbrachte.

Die Grundfarbe der Ritteranolis ist grünlich, sie können sich jedoch auch ins Bräunliche oder Bläuliche verfärben. Beide Geschlechter besitzen eine große Kehlfahne.

Größe und Alter

Der Ritteranolis kann bis zu 55 cm lang werden, wobei rund 30 bis 35 cm auf den Schwanz entfallen.

In Gefangenschaft kann er ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

Ernährung

Es genügt, wenn Sie Ihre Ritteranolis zwei- bis dreimal pro Woche füttern. Während frei lebende Ritteranolis auch schon mal Küken, Mäuse oder kleine Echsen erjagen, geben sie sich im Terrarium mit Insekten zufrieden. Heimchen, Grillen, Schaben, Zophobas und Mehlwürmer eignen sich gut zur Fütterung.
Da Ritteranolis zu Knochenkrankheiten neigen, sollte bei jeder zweiten Fütterung ein Kalzium- und Vitaminpräparat auf die Futtertiere gestäubt werden.

Manche Ritteranolis nehmen auch etwas Obst oder Gemüse an. Versuchen Sie es doch einmal mit zerkleinerter Banane, Apfel, Tomate oder Gurke.

Terrarium Größe und Temperatur

Ritteranolis leben ursprünglich auf Bäumen, daher klettern sie gerne und viel und benötigen ein dementsprechend hohes Terrarium. Für zwei bis drei Tiere sollte es die Mindestmaße von ca. 80 x 140 x 70 cm (LBH) haben. Geräumiger ist für diese relativ großen Echsen natürlich immer besser.

Damit die Tiere ihren Kletterdrang ausleben können, sollten Sie das Terrarium mit einigen stabilen Ästen einrichten. Dazu kommen noch einige Pflanzen (möglichst kräftig und großblätterig) und evtl. ausgehöhlte Steine oder große Tonröhren, die als Versteckmöglichkeiten dienen. Eine flache Wasserschale oder sogar ein kleiner Wasserfall runden die Einrichtung ab.

Die Tagestemperatur sollte bei 25 bis 30 Grad liegen, nachts darf es auf bis zu 20 Grad herunterkühlen. Ritteranolis haben es auch gerne mal ganz warm. Daher darf es an ein oder zwei Wärmeplätzen auch mal bis zu 40 Grad heiß werden.

Ritteranolis halten eine Winterruhe von zwei bis drei Monaten. In dieser Zeit sollte die Temperatur nach und nach tagsüber auf 20 bis 23 Grad, nachts auf 15 bis 18 Grad heruntergefahren werden. Es genügt nun auch, die Beleuchtung 10 Stunden pro Tag anzulassen. Nach der gewünschten Winterpause können die Temperaturen und die Beleuchtungsdauer kontinuierlich wieder angehoben werden. Die Winterruhe trägt sehr zum Wohlbefinden der Tiere bei, sollte jedoch nur bei gesunden, erwachsenen Tieren durchgeführt werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte ganzjährig bei 70 bis 90% liegen. Dies erreichen Sie entweder durch häufiges Sprühen oder etwas komfortabler mit Hilfe einer Beregnungsanlage.

Terrarium Beleuchtung

Für ausreichend Helligkeit im Terrarium sorgt ein HQI-Strahler. Die Tagesbeleuchtung kann ca. 12 Stunden eingeschaltet bleiben.

Des Weiteren benötigen Sie unbedingt einen UV-Strahler. Ritteranolis benötigen - wie alle anderen Reptilien auch – das UV-Licht zur Bildung des wichtigen Vitamins D3. Dies ist unabdingbar für einen gesunden Knochenbau. Der UV-Strahler sollte täglich für ein bis zwei Stunden eingeschaltet werden.

Wie bereits oben beschrieben, lieben Ritteranolis die Wärme. Es ist für sie daher besonders angenehm, wenn es „Sonnenterrassen“ gibt, auf denen Sie mit Hilfe einer Wärmelampe lokal bis zu 40 Grad erzeugen können. Es genügt, diese Wärmelampen einmal am Tag für zwei oder drei Stunden einzuschalten. Wichtig ist, dass die Wärme wirklich nur lokal erzeugt wird und die Gesamttemperatur des Terrariums dadurch nicht wesentlich ansteigt.

Vergesellschaftung

Ritteranolis können in Gruppen gehalten werden. Die Männchen zeigen allerdings ein starkes Revierverhalten, daher sollten sie nicht zusammen leben. Am Besten verträgt sich eine Gruppe aus einem Männchen und zwei bis drei Weibchen.
Das Zusammenhalten mit anderen Echsen wird nicht empfohlen.

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