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Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie sind nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Allgemein

Der Regenwald-Teppichpython ist, neben dem Neuguinea-Teppichpython und dem Darwin-Teppichpython, der beliebteste Teppichpython im Terrarium.
Ursprünglich kommt der Regenwald-Teppichpython aus den Regenwäldern im Nordosten Australiens. Dort ist er hauptsächlich in den Bäumen zu finden, am allerliebsten in der Nähe von Bächen, Flüssen oder Seen. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv.
Wer sich einen Regenwald-Teppichpython anschaffen möchte, sollte am Besten bereits Schlangen-Erfahrung haben oder sich zuvor gut über seinen neuen Schützling informiert haben. Regenwald-Teppichpythons gelten als leicht aggressiv und etwas nervös. Sie sollten also stets ruhig und konzentriert an die Tiere herangehen und unnötige Aufregung im Terrarium vermeiden. Bei richtiger Pflege sind die meisten Regenwald-Teppichpythons dann relativ pflegeleichte Schlangen, wobei die Männchen als einfacher und ruhiger gelten als die Weibchen.

Name und Aussehen

Der Regenwald-Teppichpython ist bei uns auch unter dem Namen Dschungel-Teppichpython bekannt. Der lateinische Name lautet Morelia spilota cheynei.
Eine Besonderheit aller Teppichpythons ist die blaue Zunge und die ebenfalls blau gefärbte Mundschleimhaut.
Der Regenwald-Teppichpython ist meist schwarz-weiß oder schwarz-gelb gemustert.

Größe und Alter

Regenwald-Teppichpythons können bis zu 2,00 m groß werden, normalerweise bleiben sie im Terrarium jedoch deutlich kleiner und erreichen eine Durchschnittslänge von ca. 1,50 m.
Bei artgerechter Haltung und Pflege kann ein Regenwald-Teppichpython bis zu 20 Jahre alt werden.

Ernährung

In freier Natur ernährt sich der Regenwald-Teppichpython zwar ausschließlich von fleischlicher Nahrung, dabei aber sehr abwechslungsreich. Frösche, kleine Echsen, Nager und Küken stehen auf seinem Speiseplan.
Im Terrarium ist es am Besten und Einfachsten, ihn mit Mäusen oder kleineren Ratten zu füttern.
Ob Sie lebende oder tote Futtertiere verwenden, ist Einstellungssache und natürlich Geschmackssache der Schlange. Manche Schlangen fressen nur Tiere, die sie selbst erlegt haben. Daher sollten Sie sich auch mit der Fütterung lebender Tiere auseinandersetzen und überlegen, ob Sie damit leben könnten.

Terrarium Größe und Temperatur

Da Regenwald-Teppichpythons ausgezeichnete Kletterer sind und in der Natur ihr Leben hauptsächlich in den Bäumen verbringen, muss das Terrarium unbedingt eine gewisse Höhe aufweisen. Als Mindestmaße für das Terrarium für ein oder zwei Tiere kann man mit 2,00 x 0,75 x 1,50 m (LBH) rechnen.
Als Bodenbelag eignet sich Waldrindenmulch oder spezielle Schlangen-Einstreu.
Wegen ihrer Kletterleidenschaft sind mehrere stabile, gut verankerte Äste im Terrarium unerlässlich. Wenn Sie die Rückwand des Terrariums z. B. mit Kork verkleiden, kann die Schlange auch daran herumklettern und ihren Aktionsradius somit entscheidend erhöhen.
Des Weiteren sollte es pro Tier mindestens eine Versteckmöglichkeit geben, z. B. in Form eines großen Rindenstückes oder eine großen Tonröhre.
Regenwald-Teppichpythons fühlen sich vom Wasser angezogen und sollten auch im Terrarium ein flaches Wasserbecken zum Trinken und Baden zur Verfügung haben. Das Wasser muss täglich gewechselt werden, um Verunreinigung und Bakterienbildung vorzubeugen.
Die Tagestemperaturen sollten bei 28 bis 32 Grad liegen, nachts darf es auf bis zu 22 Grad abkühlen. Regenwald-Teppichpythons halten keinen Winterschlaf, es sollten jedoch Jahreszeiten simuliert werden. Im Winter können Sie die Durchschnittstemperatur also um 2 bis 3 Grad absenken.
Lokal darf es durch eine Wärmelampe auch zeitweise bis zu 40 Grad warm werden.
Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60 bis 70% liegen, idealerweise steigt sie nachts auf 80 bis 90%. Am einfachsten erreichen Sie die richtige Luftfeuchtigkeit mit einer Beregnungsanlage, die immer zur gleichen Zeit im Terrarium sprüht.

Terrarium Beleuchtung

Die Tagesbeleuchtung sollte im Sommer ca. 12 Stunden pro Tag eingeschaltet werden, im Winter ca. 8 Stunden. Am Besten installieren Sie für die regelmäßige Ein- und Ausschaltung eine Zeitschaltuhr. Für die Tagesbeleuchtung können Sie z. B. einen HQI-Strahler verwenden.
UV-Licht wird von den nachtaktiven Regenwald-Teppichpythons nicht zwingend benötigt, es bringt jedoch ihre wunderschönen Farben sehr gut zur Geltung und unterstützt das Wohlbefinden der Schlangen.
Zusätzlich sollten Sie einen Wärmespot installieren. Hierbei ist es ganz wichtig, den Mindestabstand von 40 cm zum Tier einzuhalten, um Verbrennungen vorzubeugen. Der Wärmespot darf es auf lokale Temperaturen von 40 Grad bringen, die Schlangen sollten jedoch immer die Möglichkeit haben, sich an einen kühleren Ort zurückzuziehen. Es reicht, wenn Sie den Wärmespot 1 bis 2 Stunden pro Tag einschalten.

Vergesellschaftung

Regenwald-Teppichpythons leben normalerweise recht friedlich zusammen in einer Gruppe. Zur Paarungszeit allerdings werden viele Männchen untereinander aggressiv, weshalb man sie zumindest in dieser Zeit trennen sollte. Auch zur Fütterung, besonders wenn man lebende Tiere füttert, müssen die Schlangen unbedingt getrennt werden, um Verletzungen zu vermeiden.
Die ideale Gruppe besteht aus einem Männchen mit einem oder zwei Weibchen.

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