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Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie sind nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Allgemein

grüner Leguan
Der grüne Leguan kommt aus Süd- und Mittelamerika. Dort lebt er bevorzugt auf hohen Bäumen und in Wassernähe. Er ist ein guter Schwimmer und Taucher. Ist er auf der Flucht vor Feinden, stürzt er sich teilweise aus mehreren Metern Höhe ins Wasser. Das Klima in seiner Heimat ist heiß, sonnig und feucht.

Da der Grüne Leguan hohe Anforderung an Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Umgebung stellt, ist er nur bedingt für Terrarienanfänger geeignet. Auf jeden Fall sollte man sich vorher eingehend über die Haltung informieren und mit Fachleuten sprechen, damit der neue Mitbewohner auch in ein artgerechtes Zuhause einziehen kann.

Wird der Grüne Leguan artgerecht gehalten, kann er mit etwas Geduld sogar handzahm werden.

grüner Leguan
Name und Aussehen

Der Name „Grüner Leguan“ ist etwas irreführend, denn meist tendiert die Farbe eher in Richtung grau-grün oder braun-grün. Leguane haben einen massigen Kopf und eine Kehlfahne. Diese dient zur Kommunikation untereinander, hilft dem Tier aber auch, die Temperatur zu kontrollieren.

Auf Rücken und Schwanz befindet sich der Rückenkamm. Der kräftige Schwanz hilft den Leguanen beim Schwimmen, kann aber auch als Waffe eingesetzt werden. Ein kräftiger Schlag mit einem Leguanschwanz kann manch kleineres Tier töten.

Etwas ganz Besonderes ist das „dritte Auge“ des Leguans. Es befindet sich mittig auf dem Kopf, damit kann er zwar nicht scharf sehen, aber Schatten und Bewegungen erkennen.

Größe und Alter

Der Grüne Leguan wird mit Schwanz ca. 1,50 m bis 2,00 m lang. Die Männchen sind meist deutlich größer als die Weibchen. Über diese beachtliche Größe sollte man sich unbedingt bewusst sein, bevor man ein solches Tier zu sich nimmt.

In Gefangenschaft können Leguane bis zu 20 Jahre alt werden. Die häufigste Todesursache bei Haus-Leguanen ist leider die falsche Haltung.

Ernährung

Im Gegensatz zu den meisten anderen Reptilien sind Grüne Leguane Vegetarier. Der Hauptbestandteil der Nahrung setzt sich am Besten aus Salaten, Kräutern und Blättern zusammen, also z. B. Feldsalat, Basilikum und Löwenzahn. Diese Nahrungsmittel können gerne aus dem eigenen Garten oder aus der Natur kommen. Sie sollten aber unbedingt darauf achten, nichts aus der Nähe von stark befahrenen Straßen oder mit Insektenschutzmitteln behandelten Gärten zu pflücken. Bitte alles sehr gut waschen!

Dazu kommt täglich eine kleinere Ration Gemüse, geeignet sind u. a. Karotten und Gurken.
Als süße Nascherei eignet sich Obst, dies aber bitte wirklich nur als kleine Zugabe, z. B. ein paar Apfelstückchen oder mal einen halben Pfirsich.

Bitte verzichten Sie darauf, dem Leguan Tischabfälle (z. B. Fleisch, Nudeln, Süßigkeiten) zu geben. Leguane reagieren sehr empfindlich auf solch ungeeignete Nahrung.



Terrarium Größe und Temperatur

Der Leguan ist ein großes Tier und benötigt dementsprechend viel Platz in Ihrer Wohnung. Die Mindestmaße des Terrariums für ein Einzeltier 2,00 x 2,00 x 2,00 m. Je größer, desto besser.
Wie bei den meisten Reptilienarten ist die Temperatur im Terrarium von entscheidender Wichtigkeit. Der Leguan schätzt mehrere Temperaturzonen, wobei die Mindesttemperatur ca. 23 Grad und die Höchsttemperatur 40 Grad betragen sollten. Nachts sollte es allgemein etwas kühler werden.

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte 70 – 80% betragen.

Am Besten kaufen Sie sich gleich zu Anfang im Fachhandel ein Hygro-Thermometer, mit dem Sie die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit optimal kontrollieren können.

Leguane klettern gerne, im Terrarium sollten also dementsprechend einige Klettermöglichkeiten in Form von Ästen und Zweigen vorhanden sein. Diese sollten Sie bitte am Besten im Fachhandel kaufen und nicht einfach aus der freien Natur holen.

Ins Leguan-Zuhause gehören auch Pflanzen, hinter denen sich Ihr grüner Freund auch mal verstecken kann. Echte Pflanzen sind immer etwas schwierig zu pflegen und werden von den Leguanen auch gerne angeknabbert. Es gibt im Fachhandel sehr schöne künstliche Pflanzen.

Zudem sollten Sie Ihrem Leguan eine kleine Wasserstelle gönnen. Leguane lieben Wasser, zudem trägt dies auch zur Luftfeuchtigkeit bei. Die Wassertemperatur sollte bei 25 – 30 Grad liegen. Richtiger Luxus für zahme Leguane ist übrigens ein wöchentliches Bad in der Badewanne.

Als Bodenbelag eignen sich am Besten Sand oder Erde (beides aus dem Fachhandel). Rindenmulch oder steiniger Bodenbelag ist weniger gut für Leguane, da Jungtiere diese Beläge gerne fressen. Zudem sind sie schwer zu reinigen.

Terrarium Beleuchtung

Um eine möglichst naturgetreue Beleuchtung im Terrarium zu erzeugen, benötigt man mehrere Lampen. Für die Grundbeleuchtung eignet sich z. B. ein HQI-Strahler.
Wichtig ist auch noch eine UV-Lampe, die Sie mehrmals pro Woche stundenweise anschalten können. UV-Licht ist wichtig für den Leguan. UV-B-Licht hilft ihm, lebenswichtiges Vitamin B3 im Körper zu bilden, das wichtig für die Knochen ist. UV-A-Licht regt die Tiere an und machen sie aktiver.
Die wechselwarmen Leguane lieben die Wärme und freuen sich, wenn Sie im Terrarium einen oder mehrere „Sonnenterrassen“ einrichten, auf denen sich der Leguan unter einer geeigneten Wärmelampe „sonnen“ kann. Dort darf es lokal bis zu 45 Grad warm werden.

Sie sollten Ihrem Grünen Leguan auch im Terrarium verschiedene Tageszeiten ermöglichen. Die Beleuchtung können Sie ca. 12 Stunden pro Tag anlassen. Nachts kann es entweder ganz dunkel sein, es gibt aber auch so genannte „Mondlichter“, mit denen ein schummriges Licht im Terrarium einstellbar ist. Sie sollten die Beleuchtung möglichst immer um die gleiche Zeit an- und ausschalten, um einen stabilen Tagesablauf zu garantieren. Erleichtert wird dies durch Zeitschaltuhren.

Vergesellschaftung

Als Anfänger sollte man erstmal mit einem Einzeltier starten. Um mehrere Tiere zu halten, benötigt man wirklich ein sehr großes Terrarium, welches mindestens doppelt so groß sein sollte, wie für ein Einzeltier. Denn wenn keine Rückzugsmöglichkeit besteht, reagieren die Tiere oft mit Aggressionen und verletzen sich gegenseitig. Grundsätzlich ist allerdings eine Haltung mit mehreren Tieren möglich. Dann aber immer nur ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen.

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