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Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie sind nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Wasseragame
Allgemein

Die Grüne Wasseragame ist im Südosten Asiens beheimatet. Dort bewohnt sie die subtropischen Regenwälder in Vietnam, China, Thailand, Kambodscha und Laos.
Anders, als ihr Name vermuten lässt, leben sie nicht ausschließlich im Wasser, jedoch stets in der Nähe von Gewässern. Sie halten sich außer im Wasser, auch am Boden und oft sogar in den Bäumen auf. Ihr Lieblingselement ist allerdings tatsächlich das Wasser. Bei Gefahr stürzen sie sich ins Wasser, tauchen unter die Wasseroberfläche und können dort bis zu zwei Stunden bleiben.
Die Grüne Wasseragame ist die beliebteste Wasseragamenart für die Terrarienhaltung. Sie ist tagaktiv und relativ aktiv. Sie kann auch gut von Anfänger gehalten werden, da sie keine besonders komplizierten Ansprüche an die Haltung stellt und zudem relativ zahm wird.

Name und Aussehen

Der deutsche Name der Grünen Wasseragame rührt von Ihrer satten, grünen Farbe her. Manchmal wird sie auch Grüner Wasserdrache oder Hinterindische Wasseragame genannt. Im Englischen heißt sie Green Water Dragon, Asian Water Dragon oder Chinese Water Dragon. Der lateinische Name lautet Physignathus cocincinus.
Die Oberseite der Grünen Wasseragame ist grün. Je stärker die Sonnenbestrahlung ist, desto kräftiger wird die Farbe. Der Bauch ist hell. Beim Männchen ist die Brust meist gelb bis orange gefärbt. Auf dem Rücken haben sie einen ausgeprägten Rückenkamm, der beim Männchen größer ist, als beim Weibchen. Über den Rücken ziehen sich drei bis fünf hellgrüne Querstreifen.

Größe und Alter

Grüne Wasseragamen können bis zu einem Meter lang werden. Im Terrarium wird durchschnittlich eine Länge von 60 bis 80 cm und ein Gewicht von 300 bis 700 g erreicht. Die Weibchen bleiben kleiner und schlanker als die Männchen.
Grüne Wasseragamen können ein stattliches Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Ernährung

Grüne Wasseragamen ernähren sich in der Natur sehr abwechslungsreich. Es stehen sowohl Insekten wie auch pflanzliche Kost auf dem Speiseplan. Im Terrarium können Sie so ziemlich alle im Handel angebotenen Futterinsekten anbieten, also z. B. Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Zophobas, Mehlwürmer, Spinnen und Schaben.
Im Frühling und Sommer können Sie diese Insekten auch in der Natur sammeln. Wichtig ist natürlich, dass die Tiere nur von unbehandelten, sauberen Wiesen stammen und nicht unter Artenschutz stehen.
Futtertiere sollten zwei- bis dreimal die Woche gereicht werden, um Überfütterung zu vermeiden.
Wenn Sie möchten, können Sie auch alle zwei bis drei Wochen eine tiefgefrorene und aufgetaute oder lebende Maus verfüttern.
Ob Wasseragamen im Terrarium Obst und Gemüse annehmen, müssen Sie ausprobieren. Viele nehmen nur süßes Obst wie Pfirsiche, Beeren oder Melone. Dies sollte dann nur mal gelegentlich angeboten werden.
Zusätzlich sollten regelmäßig Kalzium- und Vitaminpräparate in Pulver- oder Tropfenform gegeben werden.



Terrarium Größe und Temperatur

Entsprechend ihrem natürlichen Lebensraum benötigen Wasseragamen ein Regenwaldterrarium. Dies zeichnet sich hauptsächlich durch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und eine dichte Bepflanzung aus.
Für eine Gruppe von zwei bis drei Grünen Wasseragamen sollte ein Terrarium mit den Mindestmaßen 2,00 x 1,00 x 2,00 m angeschafft werden. Größer ist natürlich immer besser.
Als Bodenbelag eignet sich am Besten ein Erde-Torf-Gemisch.
Da Grüne Wasseragamen sehr gerne klettern, sollten einige stabile, gut verankerte Äste (z. B. Weinreben oder dicke Bambusstäbe) und Wurzeln im Terrarium vorhanden sein. Der Aktionsradius wird erheblich erhöht, wenn Sie die Rück- und/oder Seitenwände mit Kork verkleiden, an dem die Agamen herumklettern können.
Dazu sollten Sie viele Pflanzen setzen. Gut geeignet sind z. B. Farne, Ficus, Bromelien und Tillandsien. Sie können auch echte und künstliche Pflanzen mischen, falls die echten Pflanzen zu sehr von den Tieren malträtiert werden. Neben den Pflanzen sollte es noch andere Versteckmöglichkeiten geben, z. B. in Form von großen Tonröhren oder Rindenstücken.
Auf ihr Lieblingselement Wasser sollten die Wasseragamen auch im Terrarium nicht verzichten müssen. Eine große, flache Wasserschale oder auch ein kleiner Wasserfall sollten zur Verfügung stehen.
Die Tagestemperaturen sollten bei 25 bis 30 Grad liegen, nachts dürfen die Temperaturen auf bis zu 20 Grad absinken. Lokal darf es unter einem Wärmestrahler zeitweise bis zu 40 Grad warm werden. Die Beleuchtung sollte täglich 12 bis 14 Stunden eingeschaltet werden. Um einen regelmäßigen Tagesablauf zu gewährleisten, installieren Sie am Besten eine Zeitschaltuhr.
Die Luftfeuchtigkeit muss sehr hoch sein. Nachts dürfen es bis zu 100% sein, tagsüber sollte es sich bei 70 bis 80% einpendeln. Am einfachsten erreichen Sie diese Luftfeuchtigkeit mit Hilfe einer Beregnungsanlage.

Terrarium Beleuchtung

Für die normale Tagesbeleuchtung des Terrariums eignet sich am Besten ein HQI-Strahler.
Zusätzlich benötigen Sie eine UV-Lampe. Reptilien benötigen das UV-Licht zur Bildung des wichtigen Vitamins D3, das verantwortlich für einen gesunden Knochenbau ist. Außerdem vermindert das UV-Licht die Bakterienbildung im Terrarium.
Grüne Wasseragamen lieben die Wärme und sonnen sich in der Natur gerne auf Steinen oder auch in den Ästen hoher Bäume. Im Terrarium ersetzt ein Wärmespot die Sonne. Dieser muss unbedingt soweit von den Tieren angebracht werden, dass sie sich keine Verbrennungen zuziehen können. Lokal darf es unter der Wärmelampe dann bis zu 40 Grad warm werden. Die Lampe muss nicht den ganzen Tag brennen, es genügt, wenn Sie sie ein bis zwei Stunden pro Tag einschalten.

Vergesellschaftung

Grüne Wasseragamen sind eigentlich ganz gesellig und es ist schön für sie, in einer Gruppe zu leben. Allerdings darf man keinesfalls zwei Männchen zusammenhalten, da diese ein starkes Territorialverhalten zeigen und schwere Kämpfe miteinander ausfechten würden. Eine harmonische Gruppe besteht aus einem Männchen und zwei oder drei Weibchen.

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