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Anhang A (Artenschutz: CITES Papiere unbedingt erforderlich! besonders strenger Schutz)
Diese Reptilienart ist besonders stark gefährdet und steht im Anhang A des Washingtoner Artenschutzabkommens. Diese Art ist akut vom Aussterben bedroht, so dass der kommerzielle Handel verboten ist. Nur in speziellen Fällen werden Ausnahmen von diesem Handelsverbot erteilt, z.B. für Nachzuchten. Für den Handel mit nachgezüchteten Anhang A-Tieren braucht man CITES-Dokumente, die Tiere müssen mit Transpondern markiert oder durch Fotodokumentation individuell unterscheidbar sein.

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Allgemein

griechische Landschildkröte
Die Griechische Landschildkröte ist die beliebteste in Gefangenschaft gehaltene Schildkrötenart. Dies hat leider dazu geführt, dass sie in freier Natur mittlerweile zu den bedrohten Tierarten gehört. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum. Früher wurden die Schildkröten dort zu Hunderten eingefangen und unter erbärmlichen Umständen in die Welt verschickt.

Dies ist seit dem Washingtoner Artenschutzabkommen, in dem auch die Griechische Landschildkröte aufgeführt ist (Anhang A), glücklicherweise verboten. Somit ergibt sich für den Halter die Verpflichtung, vom Verkäufer den notwendigen Herkunftsnachweis (früher Cites-Papiere, heute EU-Bescheinigung) zu erhalten und sein Tier behördlich zu melden.
Außerdem wird nun eine Fotodokumentation verlangt, in der Ober- und Unterseite des Panzers fotografiert sind. Diese sind bei jedem Tier einzigartig und somit kann jede Schildkröte anhand ihres „Passfotos“ identifiziert werden. Die Fotos müssen, je nach Bestimmungen des Bundeslandes, in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Am Besten fragen Sie bereits vor dem Kauf bei Ihrer zuständigen Behörde nach, wie die Bestimmungen an Ihrem Wohnort sind. Normalerweise ist hier das Amt für Natur und Umwelt zuständig.

Griechische Landschildkröten sind tagaktiv. Allerdings halten Sie eine Winterruhe, die ihnen auch in Gefangenschaft gewährleistet werden sollte. Sie sind auch für Reptilien-Anfänger geeignet, jedoch keinesfalls ein Kinderspielzeug!

griechische Landschildkröte
Name und Aussehen

Wie der Name schon sagt, stammt die Griechische Landschildkröte unter anderem aus Griechenland. Ihr lateinischer Name ist Testudo hermanni. Es gibt zwei Unterarten: Testudo hermanni hermanni und Testudo boettgeri.

Der Rückenpanzer der Griechischen Landschildkröte ist mäßig hoch gewölbt und gelb-grün bis grün mit dunkler Zeichnung. Kopf und Körper sind grün bis braun.

An den Vorderfüßen befinden sich fünf Krallen, an den Hinterfüßen vier.




Größe und Alter

Griechische Landschildkröten gehören zu den kleinen bis mittelgroßen Landschildkröten. Sie werden etwa 20 bis 25 cm lang. Weibchen werden größer als Männchen.

Griechische Landschildkröten können ein biblisches Alter von bis zu 100 Jahren erreichen. In Gefangenschaft werden sie bei guter Haltung normalerweise um die 70 Jahre alt. Somit ist die Anschaffung einer jungen Griechischen Landschildkröte eine lebenslange Verpflichtung.

Ernährung

Im Gegensatz zu vielen anderen Reptilien sind Schildkröten ausschließliche Vegetarier.
Der Hauptbestandteil der Nahrung sollte aus Heu, Blättern, Salat und Kräutern bestehen. Diese dürfen im Frühling und Sommer gerne aus der heimischen Natur kommen und ggf. auch selbst gepflückt werden. Selbstverständlich nur aus Gärten, Wiesen oder Feldern, die ungespritzt und frei von Verschmutzungen sind. Gut geeignet sind z. B. Löwenzahn, Klee, Sauerampfer und Brennnesseln.
Im Freigehege können Sie die Pflanzen auch gezielt anpflanzen und die Schildkröten bedienen sich selbst. Allerdings werden die Pflanzen manchmal einfach niedergewalzt, dann sollte das Beet außerhalb angepflanzt werden und den Schildkröten das abgeerntete Futter ins Gehege gegeben werden.
Im Winter oder wenn Sie nicht über ausreichend selbst gepflücktes Futter verfügen, können Sie auf Pellets aus dem Fachhandel zurückgreifen.

Des Weiteren eignen sich gut zur Verfütterung Salate wie z. B. Feldsalat und Radiccio, Blätter von Kohlarten wie z. B. Weißkohl oder Kohlrabi und das Kraut von Mohrrüben oder Radieschen.

Ergänzend zum Grünfutter sollte es Gemüse geben. Hier können Sie z. B. Tomaten, Gurken und Paprika verfüttern.

Als kleine Nascherei zwischendurch darf es hin und wieder auch ein Stückchen Obst sein. Gerne werden z. B. Äpfel, Birnen, Erdbeeren oder Pfirsiche genommen.

Wichtig für gesunde Knochen und den Panzer ist eine ausreichend Kalzium-Zufuhr. Es gibt im Fachhandel einige geeignete Präparate, Sie können aber auch einfach abgekochte, zerkleinerte Eierschalen anbieten, die die Tiere dann in der Regel fressen.

Zusätzlich zum Futter sollte auch stets ein flacher Napf mit frischem Wasser bereit stehen.

Vergesellschaftung

Griechische Landschildkröten sind sehr gesellig und sollten daher auch immer zu mehreren gehalten werden. Je nach Größe des Geheges oder Terrariums sollten es mindestens drei Tiere sein. Es sollte am Besten immer ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammengehalten werden, damit sich der aggressive Geschlechtstrieb des Männchens auf mehrere Weibchen verteilt.


Terrarium Größe und Temperatur

Bei der Griechischen Landschildkröte stellt sich hier erstmal die Grundsatzfrage, ob Sie überhaupt im Terrarium gehalten werden sollte. Viele Experten sind der Auffassung, die Schildkröten können nur im Freigehege artgerecht gehalten werden. Dies ist übrigens auch in unseren Breitengraden möglich.

Das Hauptproblem in der Terrarienhaltung besteht darin, dass es schwer ist, in einem normalen Haushalt ein ausreichend großes Terrarium unterzubringen. Drei erwachsenen Landschildkröten sollte ein Gehege von mindestens fünf Quadratmetern zur Verfügung stehen. Schildkröten wandern den ganzen Tag umher und da sie – im Gegensatz zu vielen anderen Reptilien – nicht klettern können, benötigen sie diese große Bodenfläche.

Haltung im Freigehege:

Das Freigehege sollte abwechslungsreich gestaltet sein. Steine, große Äste oder Stämme, große Tonröhren und viele Pflanzen schaffen den Landschildkröten ein interessantes Zuhause. Im Freigehege können die Pflanzen natürlich eingepflanzt sein und nur bei Bedarf gekürzt werden. Wichtig ist nur, dass keine giftigen Pflanzen im Gehege wachsen. Der Boden kann mit Gras bedeckt sein.

Im Winter und bei lang anhaltenden Schlechtwetterperioden wird ein Schutzhaus benötigt. Dies kann z. B. aus einem Frühbeet bestehen oder aus Stein, Glas oder Holz selbst gebaut sein. Wichtig ist, dass dort lokal Temperaturen bis zu 35 Grad erzeugt werden können (Sonnen-Simulation). Zudem sollte es einen kühlen, möglichst erdigen Schlafplatz geben und idealerweise eine kleine Auslauf-Fläche.
Genaue Bauanleitungen finden sich auf verschiedenen Schildkröten-Seiten.

Haltung im Terrarium:

Wenn Sie sich für eine Haltung im Terrarium entscheiden, gelten auch hier die oben genannten Mindestmaße und Einrichtungstipps.
Die Temperatur sollte im Terrarium tagsüber um die 25 Grad betragen, nachts darf es bis auf 18 Grad abkühlen.

Terrarium Beleuchtung

UV-Licht ist lebenswichtig für Griechische Landschildkröten. Im Freigehege erhalten sie dies über das natürliche Tageslicht. Im Terrarium kann dies durch eine UV-Lampe ausgeglichen werden, die für ein oder zwei Stunden pro Tag eingeschaltet wird.
Dann benötigt man noch einen Wärmestrahler, der punktuell eine Wärme von bis zu 35 Grad erzeugt.
Die Grundbeleuchtung kann z. B. durch einen HQI-Strahler erzeugt werden.

Die Beleuchtung sollte 10 bis 12 Stunden pro Tag eingeschaltet sein. Am Besten steuern sie dies über eine Zeitschaltuhr. Vier Wochen vor der Winterruhe muss die Beleuchtung zuerst auf vier Stunden, dann auf drei und dann auf zwei Stunden pro Tag reduziert werden. Auch die Temperaturen werden dann kontinuierlich herabgesenkt auf tagsüber 20 Grad, nachts 15 Grad.

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