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Allgemein

Streifenhörnchen werden in den letzten Jahren als Haustiere immer beliebter. Sie sind eigentlich die einzige Hörnchenart, die man als klassisches Haustier halten kann.

Streifenhörnchen sind beheimatet in Eurasien (asiatisches Streifenhörnchen) und in Nordamerika (Chipmunk). Die beiden Arten unterscheiden sich lediglich durch geringfügige äußerliche Merkmale und sind vom Laien kaum zu unterscheiden. Bei uns im Handel erhältliche Streifenhörnchen sind allerdings meistens asiatische Streifenhörnchen.

Streifenhörnchen leben in der freien Natur hauptsächlich auf und unter der Erde. Dort legen die tagaktiven Tiere komplizierte Tunnelsysteme mit mehreren Kammern an, in denen sie schlafen, Vorräte sammeln und ihre Jungen großziehen.

In freier Wildbahn leben Streifenhörnchen manchmal in Kolonien, in denen allerdings jedes Hörnchen ein eigenes Revier besitzt, dass auch gegen Eindringlinge verteidigt wird. Sie sind also eher Einzelgänger als Gruppentiere.

Streifenhörnchen werden zwar mit viel Geduld häufig handzahm, lassen sich aber ungern streicheln oder länger herumtragen. Zudem ist einige Vorsicht geboten, wenn man die zierlichen Tierchen auf die Hand nimmt, damit man ihnen nicht wehtut. Daher ist ein Streifenhörnchen für jüngere Kinder kein geeignetes Haustier.

Vor der Anschaffung sollte daran gedacht werden, dass Streifenhörnchen mit ihrem großen Käfig sehr viel Raum in der Wohnung einnehmen und trotzdem täglichen und ausgiebigen Auslauf in einem sicheren Zimmer benötigen.

Name und Aussehen

Den Namen Streifenhörnchen hat dieser Nager natürlich von den charakteristischen Längsstreifen auf seinem Rücken. Ein anderer Name ist Backenhörnchen, der von den ausgeprägten Backentaschen der Hörnchen herrührt. Der lateinische Name lautet „Tamias“.

Das Fell des Streifenhörnchens ist grau-braun und trägt am Rücken die typischen schwarzen Streifen. Die Bauchseite ist hell. Der Schwanz ist lang und buschig. Streifenhörnchen besitzen Backentaschen, in denen sie Nahrung sammeln können.

Größe und Alter

Streifenhörnchen werden ca. 20 bis 25 cm lang (mit Schwanz) und ca. 80 bis 130 g schwer. Die Männchen sind meist etwas kleiner als die Weibchen.

Durchschnittlich werden Streifenhörnchen bis zu acht Jahre alt.

Ernährung

In der Natur ernähren sich Streifenhörnchen sowohl fleischlich wie auch pflanzlich.

In Gefangenschaft sollte der Hauptbestandteil der Nahrung am Besten aus Streifenhörnchenfutter bestehen. Dies ist im Fachhandel erhältlich. Wenn Sie dies einmal nicht bekommen können, können Sie auch Papageien- oder Hamsterfutter geben. Bei Papageienfutter sollten Sie allerdings unbedingt darauf achten, dass keine Chilischoten im Futter enthalten sind.

Des Weiteren sollte das Hörnchen täglich Grünfutter in Form von Obst, Gemüse und Kräutern erhalten. Geeignet sind z. B. Äpfel, Birnen, Bananen, Beeren, Weintrauben, Karotten, Paprika, Gurken und Löwenzahn. Achten Sie darauf, dass das Hörnchen das Grünfutter nicht in seinem Häuschen oder einem anderen Versteck sammelt, wo es verfault.

Handelsübliche Kleintier-Leckereien in Form von Knabberstangen oder Drops sind nicht so gut für Streifenhörnchen geeignet, da sie oft Zucker oder ungeeignete Bestandteile enthalten.
Geben Sie Ihrem Streifenhörnchen lieber mehrmals in der Woche Nüsse, Sämereien und Getreide. Geeignet sind u. a. Haselnüsse, Erdnüsse, Cashewkerne, Walnüsse, Pecanüsse und Macadamianüsse. Außerdem dürfen es auch mal Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Maiskörner sein.

Streifenhörnchen fressen in der Natur auch Insekten. Daher sollte ihnen auch in menschlicher Obhut etwas fleischliche Kost angeboten werden. Ca. dreimal pro Woche können Sie lebende Futterinsekten wie z. B. Mehlwürmer, Heimchen und Zophobas anbieten. Wer sich damit nicht anfreunden kann, kann dem Hörnchen auch kleine Stückchen rohes Rinder- oder Geflügelfleisch geben.

Wenn Sie nun noch einen Mineralienleckstein ins Gehege legen, sollte Ihr Streifenhörnchen alle wichtigen Nahrungsbestandteile zu sich nehmen. Frisches Wasser sollte natürlich auch immer bereitstehen.

Käfig

Wer sich ein Streifenhörnchen anschaffen möchte, sollte sich über den Platzbedarf für den sehr großen Käfig im Klaren sein. Die Mindestmaße sollten 2,00 m x 1,00 m x 1,50 m (LBH) betragen, größer ist aber immer besser. Es gibt im Handel keine speziellen Streifenhörnchenkäfige. Geeignet sind aber z. B. engmaschige, große Vogelvolieren. Am individuellsten wäre natürlich ein selbstgebauter Käfig. Im Internet finden Sie hierzu Bauanleitungen und Tipps.

Die Rückwand und eine Seitenwand sollten geschlossen sein, um Zugluft zu vermeiden. Verkleiden Sie diese Wände z. B. mit Kork, damit die Hörnchen auch daran herumklettern können.

Der Boden sollte wie eine Schublade heraus zu ziehen sein, um die Reinigung einfacher zu machen.

Als Bodeneinstreu eignet sich z. B. Kleintierstreu oder Rindenmulch. Dieser sollte mindestens fünf Zentimeter dick eingestreut werden, um den Hörnchen das Graben zu ermöglichen. Einmal wöchentlich sollte die Einstreu komplett erneuert werden, täglich sollten Kot und Futterreste aus dem Käfig gesammelt werden.
Zusätzlich zur Einstreu kann man eine große, flache Schale mit Torf (sollte tiergeeignet sein) befüllen. Die Hörnchen lieben es, darin zu graben.

Um dem Hörnchen ein wenig Nistmaterial zur Verfügung zu stellen, können Sie hin und wieder Küchenpapier oder unparfümiertes Toilettenpapier in kleine Stückchen reißen und im Käfig verteilen. Das Streifenhörnchen ist so eine Weile damit beschäftigt, sich sein Häuschen kuschelig einzurichten. Auf Hamsterwatte sollten Sie verzichten, sie ist nicht für Streifenhörnchen geeignet.

Da Streifenhörnchen für Ihr Leben gerne klettern, sollten unbedingt einige stabile Äste im Käfig befestigt werden. Die Äste können Sie gerne aus der Natur sammeln, natürlich nur von unbehandelten, gesunden Bäumen. Gut geeignet sind z. B. die Äste von Haselnusssträuchern, Apfelbäumen, Birnbäumen, Linden und Buchen. Die Äste sollten ca. zweimal pro Jahr gewechselt werden.

Ein weiterer wichtiger Einrichtungsbestandteil sind die Schlafhäuschen. Auch wenn nur ein einzelnes Streifenhörnchen den Käfig bewohnt, sollte es zwei oder drei Häuschen zur Verfügung haben. Es wird sie wahrscheinlich in Vorratskammern und Schlafhäuschen aufteilen. Gut geeignet sind große Holzhäuschen oder auch handelsübliche Vogelnistkästen.

Bei der weiteren Einrichtung des Hörnchenkäfigs können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Streifenhörnchen freuen sich über alles, auf oder an dem sie herumklettern können. Sie können z. B. einige Aussichtsterrassen in Form von Holzbrettern im Käfig befestigen. Toll gefunden werden auch Hängematten, die man aus einem großen Stück altem Stoff selbst machen kann. Auch dicke Seile, die aufgehängt werden, Holzbrücken oder große Tonröhren auf dem Boden sorgen im Streifenhörnchen-Alltag für Abwechslung.

Abschließend benötigen Sie noch zwei oder drei Futternäpfe aus Ton oder Keramik und entweder einen Wassernapf oder eine Wasserflasche.

Streifenhörnchen können grundsätzlich auch in unseren Breitengraden draußen gehalten werden. Die Hörnchen sollten allerdings langsam an die kälteren Außentemperaturen gewöhnt werden und nicht gleich nach dem Kauf nach draußen gesetzt werden. Am Besten ist es, wenn die Außenvoliere nahe beim Haus oder ansonsten geschützt steht, damit Wind und Wetter nicht zu sehr am Käfig rütteln. Außerdem sollte die Voliere noch größer sein als der Innenkäfig (mindestens 2,50 m x 2,00 m x 2,00 m LBH), da Outdoor-Hörnchen meist ja keinen zusätzlichen Auslauf erhalten. Gehen Sie sicher, dass niemand den Käfig unberechtigt öffnen kann, der Käfig nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist und Wildtiere keinen Schaden anrichten können.

Vergesellschaftung

Streifenhörnchen haben in der Natur ihr eigenes Revier, daher sollte man in Gefangenschaft keinesfalls mehrere Streifenhörnchen zusammen in einem Käfig halten.
Auch mit anderen Nagern verstehen sich Streifenhörnchen nicht. Ein Zusammenleben mit anderen Heimtieren ist natürlich dennoch möglich, solange jedes Tier in seinem eigenen Lebensbereich bleibt.


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