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Allgemein

Es gibt 11 verschiedene Arten von Streifengrasmäusen. Sie gehören zu den Altweltmäusen und leben in Afrika südlich der Sahara. Einige Arten leben in Savannen und Steppen, andere eher in Waldnähe.

Als Haustier wird hauptsächlich die Afrikanische Vielstreifengrasmaus gehalten, daher beschäftigt sich dieser Artikel auch hauptsächlich mit dieser Streifengrasmaus. Sie ist nachtaktiv und verbringt die heißen Tage in der Savanne unterirdisch in ihren Höhlen.

Wer sich für eine Streifengrasmaus als Haustier entscheidet, muss etwas Geduld aufbringen, um sie etwas zu zähmen. Anfangs sind sie nämlich meistens noch sehr scheu und lassen sich nur nach und nach mit Futter anlocken. Streicheltiere werden sie aber nie werden und sind daher für Kinder eher ungeeignete Haustiere.

Name und Aussehen

Ihren deutschen Namen erhielt die Streifengrasmaus natürlich aufgrund ihres gestreiften Fells. Der lateinische Name der Afrikanischen Vielstreifengrasmaus lautet Lemniscomys barbarus.

Das Fell der Afrikanischen Vielstreifengrasmaus hat eine bräunliche Färbung mit einer hellen Bauchseite. Auf dem Rücken trägt sie die typischen dunklen Streifen. Diese Fellzeichnung ist in freier Natur eine wunderbare Tarnung vor Fressfeinden. Der lange, unbehaarte Schwanz dient zur Balance.

Größe und Alter

Die Afrikanische Vielstreifengrasmaus wird 8 bis 12 cm lang und 40 bis 50 Gramm schwer.

In Gefangenschaft kann sie bis zu vier Jahre alt werden.

Ernährung

Der Hauptbestandteil der Nahrung für die Streifengrasmaus besteht aus einem guten Trockenfutter. Geeignet sind fertige Körnermischungen wie z. B. Rennmausfutter, Hamsterfutter oder auch Wellensittichfutter. Enthalten sein sollten vor allem Kleinsämereien und Getreide. Da Streifengrasmäuse ein wenig zur Gewichtszunahme neigen, sollten möglichst wenig ölige Bestandteile wie z. B. Nüsse enthalten sein. Neben dem Trockenfutter sollte immer frisches Heu im Käfig liegen, dass von den Streifengrasmäusen sowohl zum Nestbau gebraucht als auch gefressen wird.

Dazu kommt täglich etwas Frischfutter in Form von Gemüse, Kräutern, Blättern und Obst. Geeignete Gemüsesorten sind z. B.: Karotten, Gurken, Salate oder Zucchini. Obst sollte nur ab und zu in kleinen Stückchen gegeben werden, z. B. in Form von Äpfeln, Birnen oder Johannisbeeren.

Kräuter, Blätter und Blüten können sowohl getrocknet als auch frisch verfüttert werden. Viele Kräuter- und Blättersorten können gut im Garten oder auf der Fensterbank angepflanzt werden. Geeignet sind z. B. Petersilie, Melisse, Kamille, Dill, Gänseblümchen und Löwenzahn.

Im Käfig sollten immer frische Äste zum Beknabbern zur Verfügung stehen. Sie können hierfür Äste von unbehandelten Bäumen und Sträuchern verwenden, z. B. Apfelbäumen, Birnbäumen und Haselnusssträuchern.

In der Natur gehören auch Insekten zum Speiseplan der Streifengrasmäuse, daher sollten sie auch als Heimtiere ab und zu etwas tierisches Futter erhalten. Sie können dies entweder in Form von lebenden Insekten geben, z. B. Zophobas oder Mehlwürmer. Oder als tierisches Produkt, also z. B. Magerquark, Joghurt, hartgekochte Eier oder magerer Fisch.

Möchten Sie den Mäuschen einmal etwas Besonderes anbieten, eignen sich z. B. Nüsse, Rosinen oder ungesüßte Cornflakes.

Käfig

Als Gehege für die Streifengrasmäuse eignet sich am Besten ein Aquarium oder ein Terrarium. Die Mindestmaße sollten 0,80 x 0,50 x 0,40 m (LBH) nicht unterschreiten.

Ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen können Sie natürlich selbst ein Gehege bauen. Viele kreative Anleitungen und Vorschläge für Mäusekäfige sind im Internet zu finden.

Als Einstreu können Sie handelsübliche Kleintierstreu, aber auch Rindenmulch oder Chinchillasand verwenden. Die Einstreu sollte hoch eingestreut werden, damit die Mäuse darin graben und wühlen können.

Im Käfig sollte ein geräumiges Holzhäuschen vorhanden sein. Achten Sie darauf, dass das Häuschen sicher steht und nicht von den Mäusen untergraben werden kann. Gut geeignet sind z. B. Vogelnistkästen. Außerdem benötigen Sie noch zwei Futternäpfe und eine Wassertränke.

Streifengrasmäuse freuen sich natürlich über jede Art der Anregung und Abwechslung. Sie können Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und den Mäuschen z. B. Seile, Holzbrücken oder Ton- oder Pappröhren in den Käfig legen. Gerne wird auch Nistmaterial in Form von unbehandelten Küchentüchern oder Toilettenpapier angenommen.

Da die Afrikanische Vielstreifengrasmaus aus einer sehr warmen Gegend stammt, benötigt sie auch in Gefangenschaft warme Temperaturen. Im Gehege sollte es tagsüber um die 25 Grad warm sein. Dies erreichen Sie am einfachsten mit einem Wärmestrahler über dem Gehege. Nachts darf es auf bis zu 20 Grad abkühlen.

Vergesellschaftung

In der Natur leben die Streifengrasmäuse in großen Gruppen zusammen. Daher sollten die Mäuse auch in menschlicher Obhut nicht alleine leben müssen.

Am Besten vertragen sich Tiere, die aus dem gleichen Wurf stammen und von klein auf zusammenleben. Allerdings ist es mit etwas Geduld auch möglich, ältere Tiere zu vergesellschaften.

Anfänger beginnen am Besten mit einer Gruppe von zwei bis drei weiblichen Tieren. Diese vertragen sich in der Regel gut und man muss nicht mit unerwünschtem Nachwuchs rechnen.

Mit anderen Kleinsäugern – auch anderen Mäusearten – sollte die Streifengrasmaus möglichst nicht zusammengesetzt werden.


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