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Allgemein

Ratten
Seit vielen Jahrhunderten gelten Ratten bei den Menschen hauptsächlich als Schädlinge und Krankheitsüberträger. Auch heute noch – und in vielen Großstädten wieder zunehmend – gibt es wilde, frei lebende Ratten.

Seit ungefähr 20 Jahren jedoch wird die Ratte auch als Haustier immer beliebter. Und das nicht ohne Grund. Ratten können sehr zahm und anhänglich werden, eignen sich aber auch gut zum Beobachten. Auch für Kinder ab dem Schulalter sind Ratten geeignete Haustiere, solange die Eltern die Hauptverantwortung und Versorgung für die Tiere übernehmen. Sie sollten vor der Anschaffung allerdings auch daran denken, dass Ratten meist erst in der Dämmerung so richtig aktiv werden, sodass kleinere Kinder dann meist schon im Bett sind.

Ratten sind sehr soziale Tiere, die in der Natur meist in Gruppen zusammenleben. Daher sollten sie auch in Gefangenschaft mindestens einen Partner haben.

Ratten sind sehr bewegungsfreudig und sollten täglich Auslauf bekommen. Dies sollte unter Aufsicht und in einem sicheren Raum geschehen. Die Ratte sollte also keine Kabel anknabbern können und sich nicht hinter Schränken oder Möbeln verstecken und einklemmen können. Zahme Ratten werden auch ganz gerne auf dem Arm oder der Schulter herumgetragen. Achten Sie hier nur darauf, dass die Ratte nicht abstürzen kann.

Name und Aussehen

Ratten
Der lateinische Name der Ratte lautet „Rattus“. Die als Heimtier gehaltene Ratte ist die Farbratte.

Ratten haben ein spitzes Gesicht. Sie besitzen einen Schneidezahn, der lebenslang weiter wächst und regelmäßig durch harte Nahrung abgeschliffen wird.

Ganz typisch für Ratten ist der lange, (fast) nackte Schwanz.

Mittlerweile werden Ratten in vielen verschiedenen Farbschlägen gezüchtet, z. B. weiß, schwarz, braun und agouti.




Größe und Alter

Ohne Schwanz erreichen Hausratten eine Größe von 22 bis 26 cm. Der Schwanz ist dann noch mal ca. 20 cm lang. Ratten erreichen ein Gewicht von bis zu 500 g.

Durchschnittlich werden Ratten in Gefangenschaft 2 bis 3 Jahre alt.

Ernährung

Den Hauptbestandteil der Ernährung in Gefangenschaft bildet ein gutes Trockenfutter. Achten Sie im Handel darauf, dass es für Ratten geeignet ist und gut und frisch aussieht. Sie können das Trockenfutter auch selbst zusammenstellen. Enthalten sein sollten: Getreide, kleine Sämereien, getrocknetes Gemüse und/oder Kräuter, eine kleine Anzahl Nüsse oder Kerne. Pro Ratte sollten Sie einen Esslöffel täglich geben.

Ergänzt wird das Trockenfutter durch frisches Grünfutter. Dies besteht aus Gemüse, Obst, Kräutern, Blättern und Blüten. Geeignete Gemüsesorten sind u. a. Feld- und Kopfsalat, Tomaten, Karotten, Gurken, Paprika, Kürbis und Zucchini. Als Obst können Sie z. B. füttern: Äpfel, Birnen, Bananen, Erdbeeren und Himbeeren.
Und abschließend sollten Sie täglich noch eine Portion z. B. Dill, Basilikum, Haselnussblätter, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten oder Sonnenblumenblüten verfüttern.

Soll es mal etwas Besonderes sein, sind die im Handel erhältlichen Kleintier-Leckereien meist weniger gut geeignet. Es ist besser, wenn Sie zweimal wöchentlich z. B. ein hart gekochtes Ei, Hüttenkäse oder Magerquark geben.

Wichtig zum Abnützen der Zähne sind frische Zweige zum Knabbern. Gut geeignet sind z. B. Apfel- und Birnbaumzweige und Zweige von Haselnusssträuchern.

Wenn Sie einige der Futtersorten aus der Natur pflücken oder sammeln, achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht gespritzt wurden und nicht an stark befahrenen Straßen wachsen oder von Hunden beschmutzt werden.

Auch frisches Wasser sollte natürlich immer zur Verfügung stehen.

Käfig

Ratten bewegen sich gerne und viel. Daher sollte ein Käfig für zwei Tiere mindestens 1,00 m x 0,50 m x 0,80 m (LBH) messen. Größer ist natürlich immer besser. Beim Rattenkäfig ist es wichtig, dass er über mehrere Etagen verfügt, damit die Ratten auch klettern können.

Einen geeigneten Käfig im Handel zu bekommen, ist nicht immer ganz einfach. Bei Kaninchenkäfigen liegen häufig die Gitterstäbe zu weit auseinander, sodass gerade junge Ratten hindurchschlüpfen können. Besser geeignet sind große Meerschweinchenkäfige oder Vogelvolieren. Ganz auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten, wäre natürlich ein Eigenbau. Hierzu finden Sie viele schöne Ideen und Anleitungen im Internet.

Ein geeigneter Standort für den Rattenkäfig ist das Wohnzimmer, sofern dort nicht häufig laute Musik gehört oder geraucht wird. Im Schlaf- oder Kinderzimmer sollte der Käfig möglichst nicht stehen, weil Ratten häufig nachts aktiv sind und es dann doch recht laut werden kann.
Außerdem sollte der Käfig natürlich nicht in Zugluft oder großer Hitze (vor Heizungen oder warmen Fenstern) stehen.

Als Einstreu im Käfig eignet sich z. B. Maisstreu oder Leinstreu. Für den Nestbau können Sie den Tieren hin und wieder etwas zerrissenes Küchenpapier, Toilettenpapier oder anderes unbedrucktes, unparfümiertes Papier in den Käfig legen.

Pro Ratte sollten Sie mindestens ein geräumiges Schlafhäuschen anschaffen. Es eignen sich sowohl Holz- als auch Plastikhäuschen. Beide sollten ausgetauscht werden, wenn sie zu verschmutzt sind. Z. B. Urinrückstände lassen sich irgendwann nicht mehr durch Saubermachen beseitigen.

Zur Grundausstattung gehören dann noch mehrere schwere Futternäpfe (aus Keramik oder Ton) und ein oder mehrere Trinkflaschen.

Ansonsten können Sie beim Einrichten des Rattenkäfigs Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Rampen, Seile und Brücken unterstützen den Bewegungsdrang der Ratten. Große Röhren, Hängematten und Höhlen laden zum Kuscheln und Schlafen ein.

Einmal wöchentlich sollte der Käfig gründlich gereinigt und die Einstreu vollständig ausgetauscht werden. Ansonsten genügt es, wenn Sie täglich Kot und Futterreste aus dem Käfig entfernen und das Wasser wechseln.

Vergesellschaftung

Ratten sind äußerst soziale Tiere. Daher sollten sie niemals alleine gehalten werden. Mindestens einen, wenn möglich sogar mehrere Partner sollte eine Ratte haben dürfen.

Am Besten fahren Sie, wenn Sie gleich zwei oder mehrere Tiere aus dem gleichen Wurf nehmen. Sie können sowohl eine reine Weibchen- wie auch Männchengruppe oder auch eine Gruppe mit beiden Geschlechtern halten. In letzterem Fall sollten die Männchen aber auf jeden Fall kastriert werden. Dies ist ein kleinerer Eingriff und verschont sie vor unerwünschtem und zahlreichem Rattennachwuchs.

Auch ein Zusammenleben mit anderen Tieren in einem Haushalt ist möglich. Allerdings sollten die Tiere natürlich immer in ihrem eigenen Lebensbereich bleiben. Ratten und andere Kleintiere sollten nicht in einem Käfig zusammengehalten werden, da die Lebensweisen meist doch sehr unterschiedlich sind. Hunde und Katzen sollten möglichst nicht beim Ratten-Auslauf anwesend sein.


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