Anzeige aufgeben
www.tieranzeigen.at
Allgemein

Die Heimat der Mongolischen Wüstenrennmaus ist tatsächlich neben China auch die Mongolei. Dort wohnen die Rennmäuse in großen Familienverbänden meist in der Nähe von Feldern. Sie halten sich größtenteils in ihren unterirdischen Höhlen auf, die sich in Vorratskammern und Schlafkammern unterteilen. Verbunden sind diese Kammern durch lange Gängen.

Während die Wüstenrennmäuse in ihrer Heimat meist als Schädlinge angesehen werden, erfreuen sie sich in Amerika und Europa seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit als Haustiere. 1935 begann man in Japan mit der gezielten Zucht mit 20 Mäusepaaren, von denen alle heutigen Haus-Rennmäuse abstammen.

Wüstenrennmäuse sind sehr lebendige und lustige Tiere und es wird nie langweilig, ihnen zuzusehen. Für kleine Kinderhände sind die Mäuschen zu flink und zu zerbrechlich. Ältere Kinder jedoch können viel Freude daran haben, ein schönes Gehege zu gestalten und die Mäuse zu versorgen.

Name und Aussehen

Der lateinische Name der Mongolischen Wüstenrennmaus lautet Meriones unguiculatus. Auf Englisch heißen sie Jird oder Gerbil.

Mongolische Wüstenrennmäuse haben einen runden Kopf mit kleinen Ohren und großen, dunklen Augen. Die Hinterbeine sind sehr kräftig und ermöglichen den Mäusen schnelle Sprints und weite Sprünge.

Die Ursprungsfarbe ist graubraun mit heller Bauchseite.

Größe und Alter

Mongolische Wüstenrennmäuse werden 10 bis 14 cm lang, dazu kommt der Schwanz mit einer Länge von rund 10 cm. Sie werden 80 bis 120 g schwer.

In menschlicher Obhut werden Wüstenrennmäuse durchschnittlich 3 Jahre alt.

Ernährung

In freier Wildbahn ernähren sich die Wüstenrennmäuse von den Pflanzen und Insekten, die sich in der kargen Steppenlandschaft finden lassen.

Die Grundnahrung in Gefangenschaft besteht daher aus einem guten Trockenfutter. Im Handel gibt es bereits fertige Rennmaus- oder Hamsterfuttermischungen, denen sie aber auch selbst noch einige Komponenten hinzufügen können. Enthalten sein sollten vor allem Kleinsämereien und Getreide. Einen geringeren Teil sollten dann noch getrocknetes Gemüse und Kräuter ausmachen. Mit Nüssen sollten Sie eher sparsam umgehen und lieber mal zwischendurch als Leckerchen geben, da Nüsse sehr fetthaltig sind und die Mäuse dick machen.

Etwa alle zwei Tage sollten Sie den Mäusen etwas Frischfutter in Form von Gemüse, Kräutern, Blättern und Obst anbieten. Es gibt allerdings Rennmäuse, die jegliches Grünfutter verschmähen. Achten Sie darauf, dass kein Frischfutter in den Schlafhäuschen gebunkert wird und dort verfault.

Geeignete Gemüsesorten sind z. B.: Karotten, Gurken, Kürbis oder Zucchini. Obst sollte nur ein- bis zweimal pro Woche in kleinen Stückchen gegeben werden, z. B. in Form von Äpfeln, Birnen oder Himbeeren.

Kräuter, Blätter und Blüten können sowohl getrocknet als auch frisch angeboten werden. Viele Kräuter- und Blättersorten können gut im Garten oder auf der Fensterbank angepflanzt werden. Gut vertragen werden z. B. Petersilie, Melisse, Kamille, Dill, Gänseblümchen und Löwenzahn.

Um die Schneidezähne abnützen zu können, benötigen Wüstenrennmäuse Äste und Zweige zum Knabbern. Sie können hierfür Äste von unbehandelten Bäumen und Sträuchern verwenden, z. B. Apfelbäumen, Birnbäumen und Haselnusssträuchern.

Hin und wieder freuen sich Wüstenrennmäuse auch über etwas tierische Nahrung. Diese kann entweder in Form von lebenden Insekten gegeben werden, z. B. Zophobas oder Mehlwürmer. Oder als tierisches Produkt, also z. B. Magerquark, Joghurt, hartgekochte Eier oder Hüttenkäse.

Als besondere Leckerei eignen sich z. B. Nüsse, Rosinen oder ungesüßte Cornflakes.

Käfig

Der Name sagt es ja eigentlich schon: Wüstenrennmäuse laufen und bewegen sich gerne. Daher sollte das Gehege nicht zu knapp bemessen sein. 1,00 m x 0,50 m x 0,50 m (LBH) sollten es schon sein. Idealerweise verfügt das Gehege über mehrere Etagen.

Möchten Sie einen fertigen Käfig im Handel kaufen, können Sie einen großen Hamsterkäfig, ein Aquarium oder ein Terrarium erstehen.

Erfahrene Wüstenrennmaus-Halter empfehlen meist ein Aquarium, da man hier die Einstreu so hoch einfüllen kann, dass die Mäuse sich Gänge und Kammern graben können, ohne dass dauernd etwas aus dem Käfig heraus fällt.
Ganz nach Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen können Sie natürlich selbst ein Gehege bauen. Viele kreative Anleitungen und Vorschläge sind im Internet zu finden.

Der Rennmaus-Käfig sollte in einem ruhigen, hellen Zimmer stehen. Keinesfalls darf direkt die Sonne darauf scheinen (vor allem nicht bei Terrarien oder Aquarien!) oder Zugluft herrschen.

Als Einstreu können Sie handelsübliche Kleintierstreu verwenden. Diese sollte mindestens 20 cm hoch eingestreut werden, damit die Mäuse darin ausgiebig graben können. Zusätzlich sollte ein Sandbad vorhanden sein. Wüstenrennmäuse lieben es, sich darin zu suhlen und zu wühlen. Es ist ganz einfach hergestellt aus einer flachen Schale und großzügig eingestreutem Chinchillasand. Das Sandbad muss auch nicht unbedingt im Käfig integriert sein, Sie können auch ein ganzes Aquarium mit Sand befüllen und die Mäuse täglich für einige Zeit hineinsetzen.

Für zwei Wüstenrennmäuse sollte mindestens ein Schlafhäuschen aus Holz vorhanden sein. Achten Sie darauf, dass das Haus nicht untergraben werden und auf die Mäuschen herabstürzen kann.

Wüstenrennmäuse freuen sich über jede Art der Anregung. Natursteine, Wurzeln, Holzbrücken, Ton- oder Pappröhren, kleine Pappkartons, Seile oder Hängematten bieten viele Spielmöglichkeiten.

Die Einrichtung wird vervollständigt durch einige Futternäpfe aus Keramik oder Ton und eine Wasserflasche.

Möchten Sie Ihren Rennmäusen auch mal Freilauf bieten, sollte dieser stets unter Aufsicht in einem sicheren Raum erfolgen. Die Mäuschen sollten sich weder hinter Möbeln verstecken können, noch Stromkabel oder Pflanzen anknabbern oder sich irgendwo einklemmen können.

Für die Außenhaltung sind Wüstenrennmäuse übrigens nicht geeignet.

Vergesellschaftung

Da Wüstenrennmäuse in der Natur in großen Gruppen zusammenleben, sollten sie auch als Haustier unbedingt einen Artgenossen als Partner haben. Am Besten verstehen sich zwei gleichgeschlechtliche Tiere aus dem gleichen Wurf.

Bei einem Pärchen müssen Sie sehr schnell mit sehr viel Mäusenachwuchs rechnen. Theoretisch kann man die Männchen zwar kastrieren lassen, aber dies ist ein schwieriger und riskanter Eingriff, den nicht alle Tierärzte durchführen.

An die Haltung einer größeren Gruppe von Rennmäusen sollten sich nur erfahrene Halter wagen. Obwohl die Tiere in freier Natur auch in größeren Gruppen zusammenleben, gibt es in Gefangenschaft leider häufig Konflikte.

Die Vergesellschaftung mit anderen Kleintieren ist nicht empfehlenswert.


Alle Inhalte auf dieser Webseite (Text, Fotos, Videos) sind urheberrechtlich geschützt und dürfen weder kopiert,
noch in jeglicher anderer Form verwendet werden.


130 User online | LogIn | Merkliste

Gratis Anzeige aufgeben!
Tieranzeigen Österreich
Branchenverzeichnis
Sicherheitshinweise
Menü schließen