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Allgemein

Die Farbmaus stammt von unserer gewöhnlichen braunen Hausmaus ab. Um 1600 nach Christi begann man in Asien mit der gezielten Zucht von verschiedenen Farbschlägen und somit entstanden die ersten Farbmäuse. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts kamen die ersten Exemplare dieser Farbmäuse nach Europa.

Leider entstanden bei den verschiedenen Züchtungsversuchen auch Mäusevarianten, die heute als Qualzuchten angesehen werden. Dazu zählen Tanz-, Pfeif-, Nackt-, Langhaar- und Lockenmäuse. Bedauerlicherweise werden Exemplare dieser Züchtungen auch heute noch angeboten, vom Kauf sollte aber aus Tierschutzgründen unbedingt abgesehen werden.

Wie viele andere Kleintiere, sitzen auch viele Mäuse in den Tierheimen. Wer sich mit dem Gedanken an die Anschaffung von Farbmäusen trägt, sollte sich also erstmal dort umsehen. Wer dort nicht fündig wird, erhält Farbmäuse in gut geführten Zoohandlungen.
Suchen Sie nach einem bestimmten Farbschlag oder legen Wert auf eine ausführliche Beratung, sollten Sie sich an einen Züchter wenden. Diese inserieren häufig in Fachzeitschriften oder sind auf Tierbörsen zu finden.

Mäuse sind von Natur aus sehr klein und flink. Daher sind sie also nur bedingt für Kinder geeignet. Kleine Kinder werden Schwierigkeiten haben, die zarten Tierchen in den Händen zu halten. Größere Kinder können sich jedoch schon gut selbst um die Versorgung der Mäuse kümmern und werden Freude am Beobachten der quirligen Nager haben.

Name und Aussehen

Die Farbmaus erhielt ihren Namen aufgrund ihrer zahlreichen Farbvarianten.

Die Farbmaus gibt es mittlerweile in unzähligen Farbschlägen, z. B. schwarz, silberfuchs, rot, gelb, creme, schildpatt und zimt.

Farbmäuse besitzen vier gelbliche Nagezähne, die lebenslang nachwachsen.

Größe und Alter

Farbmäuse werden 8 bis 11 cm lang, dazu kommt eine Schwanzlänge von 7,5 bis 10 cm. Sie erreichen ein Gewicht von bis zu 50 g.

Farbmäuse werden nur 1,5 bis 2 Jahre alt.

Ernährung

In freier Natur sind Mäuse Allesfresser. In Gefangenschaft benötigen sie daher eine abwechslungsreiche, aber artgerechte Ernährung.

Die Grundlage sollte ein gutes Körnerfutter bilden, das Sie im Fachhandel kaufen können. Häufig ist dieses als Mäuse- oder Hamsterfutter ausgezeichnet.

Dazu sollte immer etwas frisches Heu im Käfig sein. Es dient als Nahrung, wird aber auch gerne zum Nestbau verwendet.

Täglich sollten Sie Ihren Mäusen ein wenig Grünfutter anbieten. Manche Mäuse fressen es gerne, andere nehmen nur gelegentlich etwas davon. Grünfutter sollte immer eine Mischung aus Gemüse, Obst, Kräutern, Blättern und Blüten sein. Bieten Sie nur soviel an, wie durchschnittlich gefressen wird. Jeden Abend sollten Sie die ungefressenen Reste aus dem Käfig entfernen.

Geeignetes Gemüse ist z. B.: Karotten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Broccoli und Blumenkohl.
Und folgende Obstsorten können Sie z. B. anbieten: Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwi, Heidelbeeren, Johannisbeeren.

Kräuter können Sie teilweise gut im Garten oder auf der Fensterbank anbauen. Gut geeignet sind: Basilikum, Petersilie, Sauerampferkraut und Melisse.
Auch Blüten und Blätter wachsen gut im eigenen Garten, können aber auch in freier Natur von unbehandelten und unverschmutzten Wiesen und Feldern gesammelt werden. Verträglich sind u. a. Gänseblümchen, Löwenzahn, Ringelblumenblüten, Sonnenblumenblüten, Haselnussblätter.

Um die Nagezähne abzunutzen, benötigen Farbmäuse frische Äste und Zweige zum Benagen. Zweige von Apfelbäumen, Birnbäumen, Haselnuss- und Brombeersträuchern sind gut geeignet.

Mäuse mögen hin und wieder auch tierische Nahrung in Form von kleinen Insekten oder tierischen Erzeugnissen. Sie können z. B. zwei bis drei Mehlwürmer pro Woche und Maus verfüttern. Außerdem können Sie ab und zu ein Löffelchen Magerquark, Joghurt oder Hüttenkäse reichen.

Im Handel werden viele Naschereien für Kleintiere angeboten. Viele, wie z. B. Drops, Knabberstangen und Bonbons, sind aber nicht besonders gesund. Besser eignen sich z. B. Rosinen, Nüsse, Bananenchips oder ungezuckerte Cornflakes.

Möchten Sie den Mäusen ein bisschen Abwechslung bieten, können Sie solche Leckereien z. B. mal in Papprollen oder –schachteln oder unter Eierkartons verstecken.

Käfig

Die Mindestmaße für das Gehege einer Mäusegruppe von bis zu 4 Tieren sind 100 x 50 x 60 cm (LBH). Größer ist natürlich immer besser, da Mäuse sich gerne und viel bewegen. Idealerweise verfügt der Käfig über mehrere Ebenen.

Häufig werden Terrarien oder Aquarien als Mäusekäfige empfohlen. Allerdings sind diese gar nicht so gut geeignet, da die Luft nur sehr schlecht zirkulieren kann.
Besser geeignet sind engmaschige Gitterkäfige oder eine selbstgebaute Behausung. Viele kreative Anregungen und Bauanleitungen gibt es im Internet.

Der geeignete Standort für den Mäusekäfig ist hell, aber nicht zu warm oder zugig. Es darf ruhig etwas Leben um den Käfig herum sein, es sollte jedoch nicht allzu laut werden.

Als Einstreu eignet sich die handelsübliche Kleintierstreu, die sie großzügig einstreuen sollten. Eine große Freude machen sie ihren Mäuschen mit einem Sandbad. Dieses besteht aus einer flachen Schale, die mit Chinchillasand gefüllt wird. Die Mäuse buddeln und wühlen sehr gerne darin herum.

Pro Maus sollte ein Schlafhäuschen aus Holz vorhanden sein. Hierfür eignen sich z. B. Hamster- oder auch Vogelhäuschen.
Des Weiteren sollte es noch einige Kletter- und Versteckmöglichkeiten in Form von Natursteinen, Holzbrücken oder Tonröhren geben.

Mäusen darf man auch ruhig ein Laufrad zu Verfügung stellen, welches es ihnen ermöglicht, sich mal richtig auszulaufen. Wichtig ist, dass das Laufrad eine geschlossene Lauffläche und Rückwand hat und einen Mindestdurchmesser von 20 cm. Außerdem muss die Maus das Laufrad von selbst wieder verlassen können.

Abgerundet wird die Käfigausstattung durch einige Keramik- oder Tonfutternäpfe und eine Wasserflasche, die man außen am Gitter befestigen kann.

Vergesellschaftung

Mäuse leben in freier Natur immer in Gruppen. Daher sollten Sie auch in Gefangenschaft nie alleine gehalten werden, sondern immer mindestens mit einem Partner leben.

Am einfachsten ist es, eine kleine Gruppe mit Weibchen zu halten. Es ist auch möglich, ein kastriertes Männchen dazuzusetzen. Allerdings ist die Kastration bei Mäusen relativ schwierig und wird nicht von jedem Tierarzt durchgeführt.

Die Haltung von Weibchen mit einem unkastrierten Männchen führt sehr schnell zu sehr viel Mäusenachwuchs. Dies sollten Sie also möglichst nicht machen.

Ebenso sollten nicht zwei oder mehrere Männchen zusammengehalten werden, da diese bald mit erbitterten Revierkämpfen beginnen werden.


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