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Allgemein

Chinchillas
Chinchillas stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Andenregionen Perus, Argentiniens, Chiles und Boliviens. Tagsüber halten sie sich dort in Felsspalten und Höhlen auf, nachts begeben sie sich auf Futtersuche.

Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde die Chinchilla-Population beinahe ausgerottet, weil sie aufgrund ihres schönen Pelzes gejagt wurden. Glücklicherweise gelang die Nachzucht auf europäischen Pelztierfarmen gut, sodass sich der wildlebende Chinchilla-Bestand langsam wieder erholen konnte. Trotzdem gelten die Chinchillas auch heute noch als bedrohte Art.
Als Haustiere werden die flauschigen Pelzkugeln erst seit etwa 30 Jahren gehalten.

Chinchillas sind etwas eigenwillige Haustiere. Sie sind nachtaktiv und bleiben auch bei guter Gewöhnung an den Menschen meist etwas scheu. Als Anfängertiere für Kinder eignen sie sich daher nicht. Einem Zusammenleben mit Kindern steht aber natürlich nichts im Weg, solange die Eltern die Verantwortung für die Tiere übernehmen.

Ganz wichtig ist, dass Chinchillas nicht alleine gehalten werden sollten. Sie sind Gruppentiere und benötigen daher mindestens einen Partner.

Wenn Chinchillas nicht gerade ein eigenes Chinchilla-Zimmer bewohnen, sollte Ihnen täglich mindestens zwei Stunden Auslauf außerhalb des Käfigs geboten werden. Selbstverständlich unter Aufsicht und nur in Räumen, in denen die Tiere keine Kabel oder giftige Pflanzen anknabbern können.

Name und Aussehen

Chinchillas
Woher der Name Chinchilla nun genau stammt, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Eine Theorie ist, dass der Name aus der Sprache der Quechua-Indianer kommt und sich aus den Worten „chin“ und „sinchi“ zusammensetzt, was übersetzt soviel wie „ruhig“ und „stark“ bedeutet.

Chinchillas haben große schwarze Augen und große Ohren. Damit können sie sich in der Dunkelheit besonders gut orientieren.
Das Fell ist sehr weich und dicht. Die klassische Farbe des Chinchillas ist blaugrau. Mittlerweile wurden und werden aber viele verschiedene Farben gezüchtet, darunter auch schwarz, weiß und blond.




Größe und Alter

Chinchillas können eine Kopfrumpflänge von 22 bis 38 cm erreichen und bis zu 800 Gramm schwer werden. Die Weibchen werden meist größer als die Männchen.

Chinchillas können in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre alt werden.

Rassen

Es gibt zwei Chinchilla-Arten: Das Langschwanz-Chinchilla und das Kurzschwanz-Chinchilla. Außer der Schwanzlänge unterscheiden sich die Arten nur noch durch Größe und Statur. Das Kurzschwanz-Chinchilla ist etwas größer und kräftiger als das Langschwanz-Chinchilla. Als Haustier wird allerdings fast ausschließlich das Langschwanz-Chinchilla angeboten.

Ernährung

Der Hauptbestandteil der Nahrung sollte aus Heu bestehen. Dies sollte den Chinchillas immer zur Verfügung stehen. Ergänzend dazu sollten spezielle Chinchillas-Pellets aus dem Fachhandel verfüttert werden. Ebenfalls täglich sollten Sie Blätter, Blüten und Kräuter anbieten. Wichtig ist, dass diese immer getrocknet sind. Geeignet sind z. B. Löwenzahn, Petersilie, Salbei, Haselnussblätter und Rosenblätter.

Auch Obst und Gemüse sollte nur getrocknet gereicht werden, da viele Chinchillas sehr empfindlich auf frische Produkte reagieren und starke Verdauungsprobleme bekommen. Aber auch im getrockneten Zustand sollten Obst und Gemüse nur täglich als kleines Stückchen gegeben werden, da sie stark zuckerhaltig sind. Geeignet sind z. B. Äpfel, Rosinen, Karotten und Fenchel.

Um die Zähne ausreichend abzunützen, sollten auch immer getrocknete, unbehandelte Äste zur Verfügung stehen. Gut vertragen werden z. B. die Zweige von Apfelbäumen, Birnbäumen und dem Haselnussstrauch.

Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Chinchillas Nüsse geben. Sie sollten auch auf Knabberstangen, Salzlecksteine und Joghurtdrops verzichten. Altes Brot oder anderes „Menschenessen“ ist für Chinchillas ebenfalls völlig ungeeignet.

Käfig Größe und Einrichtung

Chinchillas
Chinchillas sind äußerst bewegungsfreudig und laufen und klettern gerne herum. Daher kann der Käfig praktisch nicht groß genug sein. Die im Handel erhältlichen Käfige sind meist wirklich zu klein. Die Grundfläche des Käfigs für ein Chinchilla-Pärchen sollte mindestens bei 1,50 m x 1,00 m liegen, die Höhe sollte 1,00 betragen. Es sollte ein (oder bei höheren Käfigen mehrere) Zwischenboden eingezogen werden, damit die Tiere sich nicht beim Runterspringen verletzen.

Im Internet sind viele Anleitungen zu finden, wie man einen Chinchilla-Käfig selbst bauen kann. Dies ist gar nicht so schwer und auch nicht teurer, als einen fertigen zu kaufen.

Der Chinchillakäfig sollte an einem ruhigen Standort stehen. Nicht geeignet sind Zimmer, in denen häufig laute Musik gehört, Fernsehen geschaut oder geraucht wird. Außerdem sollte es nicht zu kalt oder zu warm werden. Chinchillas sind sehr hitzeempfindlich und erleiden sogar manchmal einen Hitzschlag. Der Käfig sollte also keinesfalls an einem Fenster in der Sonne oder vor einer Heizung stehen. An sehr heißen Sommertagen sollten Sie auf die Zimmertemperatur achten und bei hohen Temperaturen z. B. die Rollläden im Zimmer herunterlassen.

Als Einstreu sollte keinesfalls Katzenstreu verwendet werden. Besser geeignet sind die im Fachhandel erhältlichen Kleintierstreu, wie z. B. Hanfstreu oder Holzstreu.

Chinchillas lieben Sandbäder. Daher sollte Ihnen im Käfig eine große, flache Keramikwanne mit Sand zur Verfügung stehen. Im Fachhandel gibt es speziellen Chinchilla-Sand (Attapulgus- oder Sepiolithsand). Sie sollten auch nur diesen verwenden.

Das Heu sollte in eine Heuraufe gegeben werden, die am Käfiggitter befestigt werden kann. Das andere Futter ist am besten in schweren Keramiknäpfen aufgehoben. Diese können von den Chinchillas nicht so leicht umgeworfen werden. Sie sollten allerdings zur Sicherheit trotzdem nur auf der untersten Fläche aufgestellt werden.

Frisches Wasser sollte in einer Trinkflasche angeboten werden, die auch am Käfig befestigt werden kann und worin das Wasser nicht so leicht verschmutzen kann.

Im Käfig sollte es mehrere Versteckmöglichkeiten geben. Dafür eignen sich z. B. große Tonröhren oder selbstgemachte Holzhäuschen. Ansonsten klettern Chinchillas gerne und freuen sich über Brücken und Aussichtsterrassen. Solange auf die nötige Sicherheit geachtet wird, können Sie Ihrer Fantasie hier freien Lauf lassen. Viele schöne Anregungen zum Selbstmachen gibt es im Internet.

Vergesellschaftung

Chinchillas sollten nicht alleine gehalten werden. Sie brauchen zum Wohlfühlen mindestens einen Partner. Idealerweise wachsen die Tiere zusammen auf. Möchten Sie zwei Chinchillas halten, sollten Sie sich am Besten für zwei gleichgeschlechtliche Tiere entscheiden. Diese verstehen sich in der Regel gut, solange kein Tier des anderen Geschlechts in der Nähe ist. Außerdem brauchen Sie dann auch keine Angst vor unerwünschtem Nachwuchs zu haben. Ein Chinchillapärchen kann nämlich bis zu 12 Junge pro Jahr bekommen. Da die Kastration von Chinchillas leider häufig mit Komplikationen verbunden ist, ist dies also leider auch keine geeignete Option.


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